2005

Schijndel 27.03.05 -Paaspop
Diesmal weiß ich gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Natürlich geht es um den Bericht über das Flogging Molly Konzert am 27. März, allerdings startete Paaspop ja bereits am 26. März und es sind so viele Dinge passiert, dass ich mich nur schwer auf das eigentliche Konzert beschränken kann.
Los ging es für uns sogar schon am 25. März .Da wir uns im Internet über das Festival und den Veranstaltungsort informiert hatten, wussten wir, dass die Gemeinde Schijndel nicht gerade touristisch erschlossen ist und uns eigentlich nur die Möglich zum Campen bleibt. Da wir beide aber nicht gerade Camping Fans sind (das letzte Mal habe ich vor 15 Jahren auf einer Luftmatratze geschlafen und schon damals taten mir hinterher alle Knochen weh) haben wir uns kurzerhand ein Wohnmobil gemietet. Es sollte ein ganz kleines, leicht zu handelndes werden, weil wir mit so was überhaupt keine Erfahrung hatten. Fragt mich nicht wie das passiert ist, aber letztendlich waren wir mit einen über 6 Meter langem Gerät unterwegs, ausgestattet mit allem drum und dran und einer Dusche in der man sogar aufrecht stehen konnte. Nach unsere Überraschung und Unsicherheit verflogen war haben wir uns aber schnell recht wohl gefühlt, haben den unerwarteten Luxus genossen und sind gemütlich nach Holland (ich meine natürlich in die Niederland 😉 ) gezockelt.
Da Freitag Abend offiziell noch nichts los war haben wir uns einen gemütlichen Abend mit ein paar Bier ein „bisschen“ Absinth und lauter Musik aus dem CD-Player gemacht. Auf weitere Details möchte ich hier lieber nicht eingehen 😉
Samstag Nachmittag waren wir dann wieder fit genug um auf’s Festivalgelände zugehen, das wie eine kleine Zeltstadt aufgebaut war. Es gab zwei große Zelte in denen die Konzerte statt fanden, plus einem Disko-Zelt, einem Zelt in dem es Futter gab und noch einigen kleineren Zelten für kleinere Events. Nachdem ich mir einen Hamburger gegönnt hatte und mein Magen sich bereit erklärt hatte ihn bei sich zu behalten haben wir uns dann kurz mit Irishjackass (aus dem Forum), Joschi und Erik (Chef von www.nathenmaxwell.com ) getroffen. Das war echt super, es ist immer wieder schön unsere Freunde zu treffen. Von den Bands am Samstag lohnt es sich eigentlich nur Neck zu erwähnen, die eine super Show hingelegt haben. Die anderen Bands haben mich entweder nicht interessiert oder mir nicht gefallen, was aber durchaus an meinem Zustand gelegen haben kann.
Am Sonntag morgen sind wir fit und voller Vorfreude auf Flogging Molly auf das Festivalgelände.
Ich weiß gar nicht mehr genau wer Sonntag alles gespielt hat, jedenfalls hat es uns nicht sooo gefallen und es hat immer wieder geregnet sodass wir uns nach einem Unterschlupf umsehen mussten. Normalerweise wäre da das Essenszelt ein guter Platz gewesen, das war jedoch bei den Holländern ganz anders. Die Musik dort war so laut, dass man nur per Gesten bestellen konnte und es war schon fast eine Pantomime nötig um klar zu machen was man denn so alles auf seinem Hamburger haben möchte und was nicht. Außerdem war die Musik äußerst schräg. Wenn Karl Moik plötzlich auf der Bühne aufgetaucht wäre hätte es mich echt nicht gewundert. Die Holländer hatten offensichtlich Spaß dabei, wir haben uns doch lieber in die kleine Kneipe hinter der Bühne zurück gezogen.
Dort haben wir als erstes Steven, den Chef-Roadie von Flogging Molly getroffen und uns lange unterhalten. Er hat am St. Patricks Day an uns gedacht und vermisst. Ist das nicht nett? Das Gespräch hat alle möglichen Wendungen genommen, was hier sicherlich nicht so interessant ist und endete bei Van Goch, was wohl nicht weiter verwunderlich ist (der hat sich im Absinth Rausch sein Ohr abgeschnitten) 😉
Wir haben im Anschluss noch den Rest der Flogging Molly Crew getroffen und bald tauchte auch Matt auf. Der hat sich nach einer sehr freundlichen Begrüßung (sein Spruch ist inzwischen „ich bin nicht überrascht euch zu sehen) aber dann lieber mit Neck unterhalten, die noch den kompletten Sonntag da waren.
Fast gleichzeitig mit Dennis haben sich auch Gregor und Joschi zu uns gesellt und wir haben zusammen noch etliche Zeit in der Kneipe verbracht. Erik hatten wir zwischenzeitlich auch getroffen und uns alle eine halbe Stunde vor dem Flogging Molly Auftritt direkt vor der Bühne verabredet.
Lag es am JetLag oder daran, dass es der erste Flogging Molly Aufritt in Europa seit Monaten war? Die Jungs waren alle hyper nervös. (Die Jungs ist in diesem Fall wörtlich gemein, Bridget war die Ruhe selbst) Sie sind bevor es los ging hinter der Bühne auf und ab gelaufen und haben bevor die Scheinwerfer angingen ein kleines Zeremoniell (ihr wisst schon, wie beim Sport, alle im Kreis und dann ein kräftiges „Wir schaffen das“ abgehalten.
Redemption Song wurde als Intro von Johnny Cashs „Sam Hull“ abgelöst und mit jedem Ton stieg auch meine Nervosität und Vorfreude. Los ging es mit „Wailing Wall“ und die ca. 5000 Leute, die sich im Zelt eingefunden hatten waren sofort begeistert. Es folgten „The Likes of You Again“ und „Swagger“ und das Publikum ging voll mit. Nun ist das mit dem „Mitgehen“ in den Niederlanden allerdings etwas anders als im Rest von Europa. (Entschuldigung Erik!) Es gibt unwahrscheinlich viele Crowd-Surfer, allerdings verstehen die meisten wohl nicht so ganz worum es dabei geht. Das Publikum hat die Surfer nie bis nach vorne getragen, was dazu führte, dass die meisten viel zu früh wie Fliegen von der Wand gefallen sind (ich muss dabei immer an den Real McKenzies Titel „Dropping like flies“ denken, auch wenn das Inhaltlich natürlich nicht passt 😉 ). Für die wenigen, die weiter nach vorne gekommen sind, war spätestens in der vierten, fünften Reihe Schluss, was bedeutete, dass die Ordner wild strampelnde Surfer über die Köpfe der ersten Reihen raus gezogen haben. In der ersten Reihe hieß das dann sich so schnell wie möglich zu ducken und dabei am besten noch einigermaßen den Kopf zu schützen. Den meisten ging es aber sicher trotzdem wie mir und wir mussten einige Tritte gegen den Kopf einstecken. Blöd war nur, dass sich deiner irgendwie in meinem Ohrpiercing verhakt hat. Man, hat das weh getan! Aber zurück zum Konzert, es ging weiter mit „Drunken Lullabies“, „Selfish Man“ und „Tobacco Island“ wobei das ganze Zelt am Hüpfen war (das können die Holländer ja ;-)) ). Danach wurde es mit „If I ever leave the World Alive“ etwas ruhiger bevor es mit „Rebels of the Sacred Heart“ wieder richtig zur Sache ging. Es folgten „Light of a Fading Star“, „Seven Deadly Sins“, „Devils Dance floor“, „Salty Dog“, „Within a mile of home“ und das Konzert endete mit „What’s left of the Flag“. Eine Zugabe war von den Veranstaltern keiner Band gestattet, sodass leider damit endgültig Schluss war. Nach der Show hat Nathen uns (Erik, Gregor, Joschi, Wolfgang und mich) mit in den Umkleidecontainer von Flogging Molly genommen wo wir dann zum ersten Mal an diesem Tag auch Dave und Bridget getroffen haben. Bridget war ziemlich sauer auf mich, weil ich ganz vorne war und sie sich das ganze Konzert über Sorgen gemacht hat. Zur Belustigung aller hat sie mich ziemlich ausgeschimpft Ich war ziemlich perplex aber von seiner Lieblingsflötespielerin lässt man sich ja gerne ausschimpfen, insbesondere wenn dabei Fotopässe für die nächste Show raus springen 🙂
Im Anschluss sind wir wieder in die Kneipe hinter der Bühne, haben dort noch ein paar Bier getrunken und das eine oder andere Gespräch geführt und sind dann relativ früh ins unser Wohnmobil und ins Bett. Schließlich mussten wir unsere Luxus-Karosse am nächsten Tag ja wieder wohlbehalten nach Deutschland kutschieren.
Für Gregor und Joschi ging der Abend noch ziemlich lange weiter, vielleicht schreibt Gregor ja auch wieder einen Konzertbericht und erzählt uns wie er die Nacht verbracht hat…

Flogging Molly Paaspop 2005

Flogging Molly Groezrock 2005

 

London 26.04.05 – The Mean Fiddler
Genau einen Monat nach Paaspop machten wir uns auf den Weg zu unserem zweiten Flogging Molly Konzert in diesem Jahr. Das ist wirklich kein schlechter Rhythmus, jeden Monat ein Konzert, das könnte man beibehalten
Als wir im Mean Fiddler ankamen, trafen wir, wie fast immer, zuerst Steven und erfuhren von ihm auch gleich die letzten Neuigkeiten über Bridget. Sie hatte sich ein paar Tage zuvor an der Hand verletzt, musste mit mehreren Stichen genäht werden und konnte eine zeitlang weder Flöte noch Geige spielen. Um so schöner war es, zuhören, dass sie in London wieder mit auf der Bühne stehen würde.
Außerdem hatte sie ihr Versprechen von Paaspop wahr gemacht und an der Kasse lag ein Fotopass für mich und sogar Backstagepässe für Wolfgang und mich.
Im Mean Fiddler waren wir bereits im Jahr 2003 und auch wenn inzwischen einiges umgebaut wurde ist er für mich die schönste Location in London die ich kenne. Es gibt genügend Theken, so dass man ohne große Wartezeiten und Gedrängel sein Guinness bekommt und das Personal (insbesondere die Ordner) ist echt freundlich.
An diesem Abend spielten zwei Vorgruppen. Die “Dead Pets” eröffneten den Abend mit einer Mischung aus Punk, Ska und Rock’n’Roll und haben das Publikum gut in Stimmung gebracht. Mir hat’s auch gefallen, aber ehrlich gesagt nicht gut genug um mir hinterher eine CD zu kaufen.
Die zweiten Band waren die “Briefs”. Zu deren Auftritt kann ich euch leider nicht viel sagen, weil ich an der Bar im ersten Stock meine Freunde Laura und Alec und die komplette Mannschaft von Neck getroffen habe. Da mussten die Briefs leider hinter ein paar netten Gesprächen zurück stehen (die hätten ruhig ein bisschen leiser spielen können, das hätte die Unterhaltung sehr erleichtert. Nein, sorry nichts gegen die Briefs, das war nur ein kleiner Scherz am Rande).
Rechtzeitig bevor Flogging Molly auf die Bühne kamen haben wir uns verabschiedet und ich habe meinen Patz im Fotograben eingenommen. Ich hatte einen genauen Plan; da wir rechts von der Bühne standen, wollte ich links vor Nathen an fangen und mich dann nach rechts arbeiten. Dafür hätten die 3 Songs, die man im Fotograben verbringen darf locker gereicht und ich hatte mich schon auf super Fotos gefreut. Ich stehe also so da, “Sam Hull” ertönt, Flogging Molly kommen auf die Bühne, ich zücke meinen Fotoapparat, ein rotes Lämpchen leuchtet auf: Speicherkarte voll! Ich Trottel hatte vergessen die Fotos von Paaspop zu löschen .Oh Mann, was habe ich mich geärgert. Ich habe dann voller Panik und im Dunkeln versucht die alten Fotos zu löschen, allerdings ist mir dann natürlich die Zeit langsam ausgegangen. Für ein paar ganz nette Fotos hat es dann aber Gott sei Dank noch gereicht.
Es war ganz schön komisch, Bridget nicht von Anfang an auf der Bühne zu sehen. Die Songauswahl war diesem “Problem” auch angepasst. Die sehr geigenlastigen Stücke wurden weggelassen und bei den anderen Songs hat Robert so gut es ging (und es ging sehr gut) die Lücken mit dem Banjo gefüllt. Die Setlist habe ich leider nicht im Kopf, aber es dauerte bis etwa zur Mitte des Konzerts bis Bridget mit einem dicken Verband um die linke Hand auf die Bühne kam und Flöte spielte. Wie gesagt, an die einzelnen Titel kann ich mich leider nicht mehr genau erinnern auf jeden Fall sind wir in den Genuss von so selten live gespielten Liedern wie “Life in a Tenement Square” (eines meiner Lieblinglieder), “The Wrong Company” und “Queen Annes Revenge” gekommen. Das Publikum war, wie immer in London, echt gut drauf und ich denke, dass auch die Band, trotz der schwierigen Situation mit Bridget und der damit verbundenen Anspannung Spaß hatte.

Flogging Molly London 2005

Greenfield Festival Interlaken 26.06.05
Die Schweiz ist seit langen eines meiner liebsten Länder und als ich gehört hatte, das Flogging Molly bei Greenfield spielen war sofort klar, dass ich dort hin muss und das ich viel Spass haben werde; so war es auch. Interlaken ist landschaftlich unwahrscheinlich schön in einem langgestreckten Tal zwischen zwei Seen gelegen. Wir hatten das Glück, dass unser Hotel direkt an einem der beiden Seen lag und sogar einen Balkon mit Seeblick hatte. So kam bereits Samstag Nachmittag als wir ankamen Urlaubsstimmung auf. Nach einem kurzen Spaziergang, einem leckeren Abendessen und den ersten paar Rugen Bräu haben wir uns das Greenfield Gelände angesehen und waren beeindruckt von der Größe des Camping Platzes. Auch wenn Paaspop und Groezrock sicherlich wesentlich mehr Besucher hatten, war dort lange nicht so viel Platz für die Camper.
Direkt auf das Gelände konnten wir Samstag noch nicht, da wir auf Flogging Molly warten mussten, die erst am Sonntag aus Le Mans angereist kamen. Dafür haben wir uns im Ort genauer umgesehen, was auch echt nett war. An einigen Stellen, je nachdem wo im Ort man sich genau befand, konnte man sogar die Musik des Festivals hören, als wenn man direkt auf dem Gelände gewesen wäre. Den meisten Anwohnern, mit denen wir uns unterhalten haben, hat das nicht gefallen. Wir fanden es gut und waren besonders von Jimmy Eat World rrecht begeistert 🙂 .
Am Sonntag Vormittag haben wir Giftzwerg, Max Shamrock und Molly Malone aus dem Forum getroffen und die inzwischen legendären floggingmolly.de-T-Shirts übergeben. Gleich der erste Kontakt war sehr nett und es ist immer wieder schön über die Homepage so nette Menschen kennen zu lernen.
Gegen 12 Uhr sind wir dann zum Festival Gelände. Flogging Molly waren zwar noch nicht da, aber die Organisatoren waren so entgegenkommend uns trotzdem schon rein zu lassen. Auf dem Gelände herrschte durchweg gute und entspannte Stimmung, was zum einen sicherlich der malerischen Kulisse zu verdanken war (wer würde sich in so einer wunderschönen Umgebung schon stressen lassen wollen?) und zum anderen der guten Organisation. Es gab nirgendwo längere Warteschlangen und die Ordner haben echt einen guten Job gemacht.
Um 16:50 war es endlich so weit und Flogging Molly kamen auf die Bühne. Dank meines Foto-Passes durfte ich in den Graben vor der Bühne, was bei einigen Fotojournalisten wohl für leichte Verwirrung gesorgt hat. Die standen dort alle mit ihren riesen Teleobjektiven und konnten es kaum fassen, dass ich mit meinem kleinen Digital-Fotoapparat dazwischen stand (es könnte allerdings auch sein, dass es anderes herum war und ich es nicht ganz fassen konnte zwischen den Profis zu stehen).
Die komplette Band war von Anfang an bester Laune und riss das Publikum sofort mit. Mich „leider“ auch; obwohl ich inzwischen schon gut 20 Konzerte miterleben durfte war ich so begeistert, dass ich mir nicht merken konnte welche Titel sie gespielt haben und schon gar nicht in welcher Reihenfolge. Falls einer von euch aushelfen kann, schreibt mir bitte, dann kann ich den Konzertbericht noch überarbeiten. So bleibt mir eigentlich nur übrig die paar Songs aufzuzählen bei denen ich mir 100% sicher bin: Seven Deadly Sins, Tobacco Island, Wailing Wall, Salty Dog. Das Publikum war begeistert und musste während des gesamten Konzerts von Ordnern mit Wasser aus dem Feuerwehr Schlauch abgekühlt werden. Viel geholfen hat das allerdings nicht (ausser die Leute vor dem Hitzschlag zu bewahren) denn noch lange nachdem Flogging Molly die Bühne verlassen hatten und die Umbauarbeiten schon im Gange waren wurde vom keineswegs abgekühlen Publikum nach ihnen gerufen
Nach dem Konzert kamen Dennis Bob und Nate noch neben die Bühne um sich ein bisschen mit ihren Fans zu unterhalten. Dort haben wir auch unsere neuen schweizer Freunde aus dem Forum wieder getroffen und es kam zu dem unschlagbaren Foto mit Nate, Bob, und 6 FloggingMolly.de T-Shirt Trägern das ihr auf der “Photos”-Seite bewundern könnt.

Flogging Molly Greenfield Festival 2005

Münster Monster Mastership 01.07.05
Gegen 18:00 Uhr waren wir an der Halle, voller Vorfreude auf Flogging Molly und sehr neugierig was der Skate World Cup zu bieten hatte. Am Ticketschalter trafen wir zufällig auf Bob, der uns herzlich begrüsste, allerdings doch lieber auf die sonst übliche Umarmung verzichten wollte weil er sich in Roskilde erkältet hatte. Die Unterhaltung viel dann auch eher kurz aus und wir machten uns auf, die Halle zu begutachten.
Die Münsterlandhalle ist riesig groß und war quasi in 3 Sektionen unterteilt. Gleich wenn man rein kam links war die Bühne, rechts die 4 Meter hohe Halfpipe und am Ende der Halle war ein kleiner Skate Parcours aufgebaut. Diese Aufteilung war konzerttechnisch gesehen eher ungünstig weil der Platz zwischen Bühne und Halfpipe für so viele Menschen etwas eng bemessen war. Allerdings hat man es mit Kritik immer leicht, einen Vorschlag, wie man es wesentlich besser machen könnte, hätte ich auch nicht gehabt. Was jedenfalls eine Tatsache ist: man hatte es schon recht schwer vom einen Ende der Halle zum andern zu gelangen.
Kaum waren wir drin haben wir jedenfalls auch schon George getroffen. Manchmal ist es wirklich komisch, da sind so viele Menschen in der Halle und doch trifft man sich ohne etwas zu verabreden. Zu einem Gespräch mit George hat es allerdings doch nicht gereicht. Es war einfach viel zu laut.
Kurz vor 10 Uhr war es endlich soweit und das Konzert konnte in wenigen Minuten beginnen. Diesmal hatten wir die Ehre, dass wir hinter und auf die Bühne durften und es war interessant sich unmittelbar vor dem Auftritt noch mit der Band zu unterhalten. Im Gegensatz zu Paaspop waren alle sehr entspannt und es ging recht locker zu. Dennis hat sich mit mir über Greenfield unterhalten und von seinem bisherigen Tag in Münster berichtet. Ihr werdet es nicht glauben, aber er hatte ein Interview mit NBC Giga und als er nach den weiteren Tourdaten gefragt wurde, hat er meine Homepage als Quelle für die aktuellen Tourdates genannt. Wow! Das macht mich schon ein bisschen stolz 🙂
Jetzt aber zum eigentlichen Konzert: Es ging los mit Wailing Wall, gefolgt von The Likes of you again und Swagger. Spätestens nach Swagger war das Publikum total am Toben. Die Stimmung konnte kaum noch besser werden und bei den folgenden Titeln Selfish Man und Drunken Lullabies waren auch die ersten Crowd Surfer unterwegs und es war Zeit mit Whistles the Wind Gelegenheit für eine kurze Verschnaufpause zu geben. Danach ging es mit Rebels of the Sacred Heart, Seven Deadly Sins, Devils Dancefloor und Salty Dog gleich wieder richtig zur Sache bevor das Konzert mit Within a Mile of Home und What’s left of the Flag beendet wurde. Zum allgemeinen Bedauern hatten Flogging Molly nur ca. eine Stunde Spielzeit, die hat aber definitiv gereicht um die Halle zum kochen zu bringen und viele neue Fans hinzu zu gewinnen.
Nach der Show haben wir die Band, die schweisstriefend die Bühne verliess und wohl dringend unter die Dusche musste nur noch kurz gesehen. Dafür haben wir Daniel und Swingalittlemore aus dem Forum getroffen und ich kann mich da nur wiederholen: es ist echt schön durch die Homepage so viele nette Leute zu treffen

Flogging Molly M�nster 2005

Bonn 02.07.05 Rheinkuktur
Der erste Eindruck als wir an der Rheinaue ankamen war nicht besonders positiv. Von dem, vom Veranstalter angekündigten, Familienfest war nichts zu spüren. Es sei denn man definiert Familienfest so, dass sich Jung und Alt gemeinsam besaufen. Ich habe wirklich nichts gegen Alkohol (ganz im Gegenteil 😉 )aber ein ganz kleines bisschen sollte man doch die Kontrolle und vorallem seine Aggressionen für sich behalten. Was uns da schon auf dem Weg zur Rheinau entgegen gewankt kam war jedenfalls nicht so erfreulich. Bezeichnend ist es übrigens auch, dass Nathen jemanden sah, der von der Polizei abgeführt wurde und er sich überhaupt nicht erklären konnte, was man in Deutschland tun muss um Ärger mit der Polizei zu bekommen. In den USA reicht es, wenn man mit einer Dose Bier auf der Straße angetroffen wird; da haben wir hier es doch wirklich wesentlich besser und so manch einer auf der Rheinaue war sich dessen wohl nicht so ganz bewusst. Zu allem Überfluss trug das Wetter auch nicht gerade dazu bei die Laune zu heben, es regnete in einer Tour und klarte erst gegen Abend etwas auf.
Nachdem wir uns etwas umgesehen hatten schlenderten wir zum Tourbus der direkt hinter einer Absperrung stand, um zu sehen, ob wir jemand von der Band treffen. Als erstes kam Steven, einer der Roadies vorbei, der sich an der Hand verletzt hatte und auf dem Weg war sich verarzten zu lassen. Der Tourmanager war auch nicht weit und während wir uns noch mit ihm unterhielten kam Nate um die Ecke. Es ist wirklich immer toll sich mit Nathen zu unterhalten, er ist dermassen offen und interessiert sich für alles, das man stundenlang mit ihm quatschen kann. So kam es auch, dass wir völlig die Zeit vergessen hatten. Irgendwann schaute Nathen auf seine Uhr und meinte “oh, wir spielen in 10 Minuten, was macht ihr jetzt?” Das war eine wirklich gute Frage. Fotopässe seitens des Veranstalters gab es nicht und sich noch vor die Bühne zu quetschen war völlig unmöglich. Da standen schon ein paar 1000 Leute und warteten ungeduldig auf Flogging Molly. Nate erkannte dieses Problem auch und sagte wir sollen einen Moment warten und nach kurzer Zeit kam er mit 3 Backstage Pässen für uns und unseren Freund Raffael (Mc Raffi aus dem Forum) zurück und sagte wir sollen einfach hinter ihm her kommen. So landeten wir auf der Bühne. Nun, ich kann eigentlich nicht sagen, dass ich mich dort wirklich wohl gefühlt habe. Ich durfte zwar schon ab und zu mal am Rand der Bühne stehen, aber irgendwie denke ich nicht, dass mein Platz dort ist. Auch wenn ich durch die Arbeit mit meiner Homepage viel für die Band tue und durch das viele hinterher reisen die Leute auch ganz gut kennen gelernt habe, fühle ich mich im Grunde doch immer noch wie ein ganz normaler Fan, der vor der Bühne stehen sollte und sich über die tolle Musik freut.
Wie auch immer, diesmal stand ich oben und konnte in Menge gucken. Das war wirklich ein unglaubliches Gänsehaut-Gefühl und für Flogging Molly muss es phantastisch gewesen sein, in diese Menschenmenge zu gucken, die ihnen zugejubelt hat. Das Publikum und die Band haben sich dann auch gegenseitig hochgepuscht und die Begeisterung auf der einen Seite folgte ständig wachsende Spielfreude. An das Set up im einzelnen kann ich mich leider nicht mehr so ganz erinnern. Es entsprach im Wesentlichen dem Set up von Münster, aufgepeppt mit ein paar Songs, wie zum Beispiel Black Friday Rule.
Das Publikum war hellauf begeistert und die paar Störenfriede, denen es weniger um Musik und mehr um ,sagen wir mal “Action” ging konnten die gute Stimmung nicht wesentlich beeinträchtigen. Es war insgesamt ein gewaltiges Konzert das die Flogging Molly Fangemeinde um einiges vergrößert haben sollte.

Flogging Molly Bonn 2005

Galway 05.07.05 Roisin Dubh
Wir waren bereits am 03. Juli in Galway angekommen und hatten, neben der übliche Sight-Seeing Tour auch schon das Roisin Dubh besichtigt und an der zum Club gehörenden Bar ein leckers Guinness verdrückt. Nun waren wir sehr auf das Konzert gespannt, da der Club höchstens 200 Leute fasste und ein größerer Kontrast zu der riesigen Bühne und den 1000en von Menschen in Bonn wohl kaum möglich war
Wenige Stunden vor dem Konzert kamen unsere Freunde Gregor (Irishjackass aus dem Forum) und Joschi an und zusammen machten wir uns gleich auf den Weg zum Roisin Dubh. An der Bar trafen wir, wie fast schon üblich Nathen, mit dem wir uns eine ganze Weile unterhalten haben. Dort stellte sich auch heraus, dass das Publikum sehr international war. Es waren viele Amerikaner da, Australier, ein paar sehr nette Jungs aus Süd-Tirol und natürlich unsere kleine Deutsch-Österreichische Gemeinschaft. Wirklich besonders war am Publikum aber die Anwesenheit von Bridgets Familie, die in der Nähe von Galway lebt und die Gelegenheit nutzte um Bridget zum ersten Mal live mit Flogging Molly auf der Bühne zu sehen.
Das Konzert war restlos ausverkauft und wir hatten fast ein bisschen Glück, dass wir rein gekommen sind, da wir vorher keine Gelegenheit hatten uns Tickets zu besorgen.
Die Vorgruppe “The Dangerfields” haben wir an diesem Abend ausfallen lassen, es war viel schöner, an der Bar zu sitzen, sich darüber zu freuen, dass wir rein durften und mit allen möglichen Leuten zu quatschen.
Gegen 22:00 war es aber endgültig Zeit sich durch die Verbindungstür zwischen Bar und Club zu bewegen und sich einen einigermaßen guten Platz zu sichern.
Die Bühne war winzig und mit einem rechten Winkel versehen, ohne diese zusätzliche Ecke, hätten Nathen und Matt nicht auf die Bühne gepasst. Dave war sichtlich bewegt in seinem Heimatland auf der Bühne zu stehen und hat wesentlich mehr als üblich erzählt. Das Konzert startete mit Wailing Wall gefolgt von Swagger und The likes of you again. Das Publikum war recht gut drauf und es war gar nicht so einfach, sich in einer brauchbaren Fotoposition zu halten. Gut, dass Gregor mit dabei war und auch kräftig fotografiert hat. Mit vereineinten Kräften ist die Foto-Gallerie, glaube ich, ganz brauchbar geworden.
Das weitere Programm unterschied sich nicht wesentlich von dem der Rheinkultur; an Rebbels of the Sacred Heart, Devils Dancefloor, Black Friday Rule, Salty Dog, Light of a Fading Star, Within a mile of Home, Tobacco Island und 7 Deadly Sins kann ich mich ganz sicher erinnern. Als Besonderheit ist auf jeden Fall noch zu erwähnen, dass auch The Wrong Company zum Programm gehörte.
Nach dem Konzert hat sich die Band, wie zumindest bei kleineren Club Konzerten üblich, noch unter das Publium gemischt und wir hatten noch Gelegenheit uns mit allen zu unterhalten.
Danach hat uns der Hunger in den Schnellimbiss gegenüber des Clubs und zu “leckeren”, fettigen Fish + Chips und Hamburgen getrieben bevor es endgültig ins Bett ging.

Flogging Molly Galway

 

Cork 06.07.05 An Cruscin Lan
Mittags trafen wir uns mit Gregor und Joschi um gemeinsam von Galway nach Cork zu fahren. Die beiden hatten ein Auto gemieten und waren so nett uns mitzunehmen. So saßen wir bei standesgemäßer Musik im Auto und haben uns durch grüne irische Landschaften auf engen Straßen durch Irland geschlängelt.
Cork ist eine echt schöne Stadt, leider hatten wir nicht viel Gelegenheit die Stadt genauer kennen lernen, da es ja Abends schon wieder zum Konzert ging. Die Stadt ist aber sicherlich einen weiteren Besuch wert.
Das An Cruscin Lan(lt. Übersetzung eines Einheimischen, für die ich aber keinerlei Garantie übernehme, heisst das auf Englisch “Son of a Brittish Whore) war noch ein bisschen kleiner als das Roisin Dubh in Galway und leider auch nicht im geringsten ausverkauft. Da die Bar im Club integriert war haben wir uns diesmal auch die Vorgruppe “The Dangerfield” angehört. Die 3 Köpfige Band war gar nicht so schlecht und hat mich etwas an die frühen The Exploited erinnert; so richtig überzeugen konnten sie mich allerdings nicht und auch das Publikum ist nicht gerade aus sich heraus gegangen. Im Gegenteil, die Band hat mir fast ein bisschen leid getan, als sich eine Gruppe von Leuten im Schneidersitz vor der Bühne niedergelassen hat. Das dürfte für eine Band, die harten Punk spielt so ziemlich die Höchststrafe sein und wie gesagt, sooo schlecht waren sie auf gar keinen Fall.
Als Flogging Molly auf die Bühne kamen schlug die Stimmung schlagartig um. Ich sage euch, es saß definitiv niemand mehr. Es wurde gepogt, getobt und gehüpft. Genau wie es sich gehört. Ich war auch richtig froh nach Münster und Bonn mal wieder richtig schön im Publikum zu stehen und mich (soweit möglich, hatte mich in Münster leicht am Fuss verletzt und konnte nicht ganz wie ich wollte) von der Musik treiben zu lassen. Wir alle hatten sehr viel Spaß und selbst Wolfgang hat es vor die Bühne getrieben, was mich wirklich sehr gefreut hat. Immerhin war es bei über 20 gemeinsamen Flogging Molly Konzerten, das zweite Mal, dass er sich nicht im Hintergrund gehalten hat, und das erste Mal, dass es keiner Überredung bedurft hat 🙂
Die Songs waren exakt die gleichen, wie in Galway und es ist wirklich schade, dass nicht mehr Leute da waren. Auch wenn ich weiss, dass die Band es nicht ganz so empfunden hat, für mich war es das beste Konzert der kompletten Irland-Tour und auch in der langen Liste von Flogging Molly Konzerten die ich inzwischen besucht habe weit oben angesiedelt.

 

Flogging Molly Cork

Belfast 07.07.05 Limelight
Der Tag hatte nicht gerade gut begonnen, nach zu viel Bier im An Cruscin Lan und nur 3 Stunden Schlaf hiess es schon wieder aufstehen und zum Flughafen zu fahren. Mehr tot als lebendig schleppten wir uns ins Flugzeug nach Belfast und ich bin mir ganz sicher, dass ich nicht mitbekommen hätte, wenn das Flugzeug entführt worden wäre oder plötzlich seine Route geändert und zum Mond geflogen wäre. Wir sind innerhalb von Sekunden eingeschlafen und erst zur Landung wieder wach geworden.
Eigentlich wollten wir uns richig viel von Belfast ansehen, waren allerdings viel zu müde um diesen Plan in die Tat umzusetzen. Zu mehr als einem ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt hat es nicht gereicht.
Das Limelight öffnete erst um 9 Uhr abends und so waren wir trotz Mittagsschlaf immer noch oder schon wieder ziemlich müde. Der Club ist mit Abstand der grösste der 3 Clubs in denen Flogging Molly in Irland spielte, allerdings auch recht verwinkelt und vor der Bühne war nur wenig Platz. Zur Vorgruppe (Dangerfield) waren wir kurz vorne, sind aber aufgrund der Hitze und der Lautstärke schnell wieder nach hinten.
Zu Flogging Molly habe ich mich dann wieder nach vorne gequetscht, konnte es dort aber nicht lange aushalten.Wie gesagt, ich war immer noch müde, hatte mein leichtes Handicap mit dem Fuss, die Luft war zum schneiden heiss und stickig und das Publikum ist vom ersten Ton an extrem ab gegangen. Ich bin ja eigentlich wirklich hart im nehmen (ich denke immer noch gerne an meine blauen Flecken von Winterthur zurück; das hat echt Spaß gemacht) aber was da in Belfast abgegangen ist habe ich noch nicht erlebt. Nach 2 Songs war mir klar, dass ich vorne weg muss und anders als bei anderen Konzerten musste ich meine Ellenbogen extrem einsetzen um überhaupt wieder nach hinten zu kommen.
Der Band hat es jedenfalls super gut gefallen, was ich verstehe weil der Club größer war und die Fans absolut begeistet waren und fast alle Lieder mitsingen konnten. Trotzdem wurden wieder die gleichen Songs wie bei den anderen Irland Konzerten gespielt, aber ich nehme einfach mal an, dass die Luft auf der Bühne noch heisser und stickiger war als im restlichen Club, und dass für eine weiter Zugabe der Sauerstoff im Raum nicht mehr gerreicht hätte.
Für mich selbst war es diesmal nicht ganz so toll, aber das nehme ich gerne in Kauf zumal es immer, egal unter welchen Umständen, ein Vergnügen ist die Band zu sehen. Falls es mich nochmal in diesem Rahmen nach Belfast verschlägt werde ich meine Kampfmontur und eine Sauerstoffmaske mitnehen, dann wird es bestimmt besser 🙂

Flogging Molly Belfast

 

 

Oberhausen, 09.11.05 Turbinenhalle
Vor dem Konzert war das erste Fantreffen von floggingmolly.de geplant und ich war schon mächtig gespannt wer kommen würde. Gleich nach der Ankunft in Oberhausen machten wir uns deshalb auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt, einem Irish Pub namens An Crannog. Wir hatten gerade unser erstes Guinnes geleert als auch schon der erste Fan auftauchte. In den knapp 2 Stunden die wir insgesamt gemeinsam mit “vorglühen” beschäftigt waren kamen ungefähr 10 Leute, für’s erste Treffen gar nicht so schlecht, wie ich finde und vorallem sehr nett sich mit gleichgesinnten auf das Konzert vorzubereiten.
Zu den ersten beiden Bands (Randy und the Unseen) kann ich leiden nicht viel sagen. Randy spielten bereits als wir an der Halle ankamen und the Unseen habe ich nur vom Vorraum aus verfolgen können. Da ich im Moment leider mit Krücken unterwegs bin, musste ich meine Kräfte für Flogging Molly aufheben.
Die kamen dann auch ziemlich pünktlich um 20:30 Uhr auf die Bühne. Da es keine Zeit zu verlieren gab wurde auf das sonst übliche Intro, wie auch schon bei einigen Auftritten bei den großen Festivals im Sommer, verzichtet. Dave machte die kurze Ansage “We are Flogging Molly and this is what we do” und ab ging’s. Neben den vielen, vielen Leuten, die Flogging Molly schon kannten und das auch mit den entsprechenden T-Shirts zum Ausdruck brachten, merkte man, dass es auch viele Leute gab, die Flogging Molly noch nicht kannten aber nach nach einer kurzen Irritationsphase schnell Gefallen and dieser Art von Musik fanden.
Wegen meinen Krücken hatte ich mich auf eine Tribüne verzogen (deshalb gibt es auch leider keine vernünftigen Fotos von der Show) und musste blutenden Herzens mit ansehen, was da unten vor der Bühne ab ging. Nach dem Tour-Auftakt in Glasgow war von einem Moshpit von der größe eines Tennisplatzes währen des Flogging Molly Auftritts zu lesen und Oberhausen stand dem wirklich in nichts nach.
Die Songauswahl war weitgehend identisch mit der Setlist vom Sommer dieses Jahres, einzige Überraschung “Another Bag of Bricks”, das live wirklich sehr gut rüber kam. Überhaupt war der Sound phantastisch, Jeremiah, (der Mann am Mischpult) hat sich an diesem Abend wirklich selbst übertroffen. Es war einfach alles perfekt.
Nach dem Konzert ergab sich, wie meistens, noch die Gelegenheit zu einem Plausch mit Teilen der Band. Dabei gab es eine gute Nachricht, die gleichzeitig auch ein bisschen eine schlechte ist. Man wird nächstes Jahr intensiv an einem neuen Album arbeiten; dafür gibt es aber fast keine Live-Auftritte. Weder in den USA noch in Europa. Wenn man sich die Tourdaten von Flogging Molly alleine in den letzten beiden Jahren ansieht kann man ihnen diese Pause, die ja noch nicht mal eine richtige Pause ist, schließlich entsteht ein neues Album, nur gönnen. Ich glaube, die waren pro Jahr kaum 6 Wochen zuhause, das ist schon gewaltig. Traurig bin ich aber trotzdem ein bisschen. Wie soll man eine Jahr ohne Flogging Molly live zu sehen überstehen? Also ich weiss noch nicht so genau, wie das gehen soll…
Bevor mir aber beim Schreiben dieses Berichts die Tränen kommen, mache ich lieber Schluß und freue mich erstmal auf die nächsten beiden Konzerte in Zürich und Hamburg die ich noch vor mir habe

Zürich, 15.11.05 Xtra
Nach dem Konzert in Oberhausen haben wir uns schon wahnsinnig auf Zürich gefreut. In die Schweiz fahren wir sowieso immer besonders gern und zudem sollte es nachmittags ja noch die ominöse Instore Show geben. Nachdem wir unser Gepäck im Hotel verstaut hatten und schnell noch etwas gegen den aufkommenden Hunger getan hatten, marschierten wir zurück zum Bahnhof um mit der S-Bahn nach Wallisellen zu fahren. Im dortigen Einkaufszentrum sollte die Show statt finden.
Am Bahnhof Wallisellen erwartete uns bereits ein ca. 10köpfiges Begrüßungskomitee unserer Schweizer Freunde. Auf dieses Wiedersehen /persönliches Kennenlernen hatten wir uns schon seit langem gefreut. Gemeinsam ging es dann weiter zum Glattzentrum und in den dortigen Plattenladen. Dort wurde schon fleissig für dem Auftritt umgebaut und bis auf Dave und Bridget war die Band auch schon da und man konnte sich mit allen nach Herzenslust unterhalten. Um 14:15 waren die Vorbereitungen abgeschlossen und der Akustik-Gig konnte beginnen. Bevor Dave seinen Platz einnahm musste er natürlich noch “don’t mosh” zu mir sagen. Wirklich sehr witzig, wo er doch genau wusste, dass ich in Oberhausen noch mit Krücken unterwegs war. Es ging dann jedenfalls mit Screaming at the Wailing Wall” los und bei der beachtlichen Mengen von 100 bis 150 Leuten kam sofort Stimmung auf. Als nächstes folgte “Whistles the wind” und bei der Ansage konnte Dave es natürlich wieder nicht lassen über Wolfgang und mich, in netter Weise, ein bisschen zu lästern. Aber hier kommt meine “Rache”: er hat wären des kompletten Gigs nur Kaffe getrunken! Das sollten wir zwar keinem Verraten, aber so war’s 😉
Als nächstes folgte “Seven Deadly Sins” und Drunken Lullabies. Dann sollte das “Konzert” eigentlich beendet sein, aber ohne eine Zugabe wären Flogging Molly sicher nicht aus dem Plattenladen gekommen. So gab es, zur Freude aller noch “The Likes of you again”. Während des ganzen Gigs merkte man richtig, dass die Fans sich nur mühselig beherrschen konnten und bei Drunken Lullabies gab es schon soweit zwischen den CD-Regalen möglich, kleine Pogo-Einlagen. Beim letzten Song war es dann mit der Beherrschung aber doch vorbei und es war ein bisschen wie bei einem “richtigen” Konzert . Dass alle Songs von der ersten bis zur letzten Zeile mitgesungen wurden versteht sich ja fast von selbst.
Nach der Show gab es eine Autogrammstunde. Ich hatte dabei eigentlich an einen langen Tisch gedacht, an dem geordnet Autogramm geschrieben werden. Aber nein, es folgte eine kurze Ankündigung und mit einem Satz waren 150 Fans auf der Bühne. Bob, wäre dabei fast über den Hufen gerannt worden.
Flogging Molly blieben solange im Plattenladen bis jeder Autogrammwunsch erfüllt war und es gab auch jetzt noch mal Gelegenheit sich mit allen zu unterhalten.
Gegen 15:30 Uhr war dann das erste Highlight des Tages beendet und wir fuhren nach Zürich um unseren Pub-Crawl zu beginnen der mit dem Fantreffen im Bonnie Prince Pub endete.
Gegen 19:30 Uhr waren wir im X-tra, gerade richtig um noch die letzten Töne von “The Unseen” mitzubekommen. Die Jungs waren nicht schlecht, aber auch nichts besonderes. Randy die im Anschluß auf die Bühne kamen, haben mir da schon wesentlich besser gefallen.
Da der ganze Tag so genial verlaufen war und soviel Spaß gemacht hat war ich etwas übermütig (das eine oder andere Guinness im Vorfeld hatte sicherlich auch mit Schuld am Übermut), jedenfalls war mir klar, dass ich, Knie-OP hin oder her, nicht wieder auf einer Empore oder irgendwo im Hintergrund stehen konnte. Also habe ich mich unseren Schweizer Freunden angeschlossen und bin mit nach vorne. Es war zwar extrem eng und irgendwie hat auch keiner Rücksicht auf eine ältere, gehbeinderte Dame genommen (hatte ich auch nicht ernsthaft erwarte) aber es war trotzdem wunderschön wieder vorne mit dabei zu sein. (Von wegen “don’t mosh, Dave!) Ich konnte sogar ein paar ganz brauchbare Fotos machen, zwar nicht so viele wie sonst und auch nicht ganz so gut, aber ich bin trotzdem recht zufrieden.
Als Flogging Molly auf die Bühne kamen, gratulierte Dave den Schweizern erstmal zum (Fussball)Sieg über die Türken bevor er dann mit seinem inzwischen üblichen Spruch “we are Flogging Molly and this is what we do” die Show eröffnete. Das erste Lied war wieder “screaming at the Wailing Wall. Wie es dann weiter ging, weiss ich mal wieder nicht mehr genau. Swagger, Tobacco Island, Whistles the Wind” waren ganz sicher dabei, beim Rest könnt ihr mir bestimmt helfen…? Was ich jedenfalls schade fand, dass “Another bag of bricks” nicht auf der Setlist stand. Das kam in Oberhausen extrem gut. Trotzdem war es ein absolut gelunges Konzert und ich bin mir sicher, dass Flogging Molly auch hier wieder etliche neue Fans dazu gewonnen haben.
Allen, die eine Zugabe vermisst haben, sei übrigens gesagt, dass das vom Veranstalter nicht erlaubt war. Dafür hat sich die Band aber nach der Show wieder unters Publikum gemischt, was ja irgendwie noch viel mehr Verbundenheit mit den Fans zeigt, als eine Zugabe das hätte tun können.
Das Konzert hat jedenfalls in meiner persönlichen Rangliste (und es war immerhin mein dreißigstes) einen Platz ganz weit oben.

Flogging Molly Z�rich 2005

 

Hamburg 19.11.05 Große Freiheit 36
Das Fantreffen musste leider wegen völliger Überfüllung des “Fineganns Wake” (wer konnte auch ahnen, dass das Englische Rugby-Team ausgerechnet an diesem Tag gegen Neuseeland spielt) und Vorverlegung des Konzerts ausfallen, aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft, dass sich zumindest einige von uns mehr oder weniger zufällig in einer Kneipe gegenüber der Großen Freiheit 36 über den Weg liefen und noch ein Bier miteinander trinken konnten. Sonderlich eilig hatten wir es alle nicht . Bis auf Dubcat hatten wir alle schon ein, zwei Konzerte der Antidote Tour hinter uns und konnten deshalb gut auf das „Vorprogramm“ verzichten. So betraten wir erst gegen 18:30 Uhr die Konzerthalle als the Unseen schon fertig waren und Randy gerade dabei waren gute Laune zu verbreiten. Es war zwar sehr voll (die Große Freiheit 36 war ausverkauft), trotzdem war es ein leichtes sich noch schnell ein Bier zu kaufen und dann in die erste Reihe zu kommen .Im Gegensatz zu Zürich konnte man sich auch in den ersten Reihen sogar noch bewegen.
Ziemlich genau um 19:30 Uhr betraten Flogging Molly die Bühne und nach der knappen Ansage “We are Flogging Molly and this is what we do” ging es mit Screaming at the Wailing Wall los. Wie bei den meisten Flogging Molly Konzerten dauerte es nur wenige Sekunden bis der Funke übersprang und das ganze Publikum vor Begeisterung pogte und tobte. War das schön, endlich wieder, wie in „alten Zeiten“ vorne zu stehen und mitzumachen! Nachdem ich in Belfast ja verletzungsbedingt schon nach 3 Lieder aufgeben musste, in Oberhausen mit Krücken auf einem Balkon stand (das war echt die Höchststrafe!) und in Zürich zwar ganz vorne, aber nicht wirklich bequem, stand war es in Hamburg echt genial. Der Band hat das wohl auch gefallen. Bridget hat mich als erste gesehen und mir zugelacht, Matt kurz darauf. Dann wurde ich von Dave persönlich begrüßt und während er eine nette Bemerkung machte hat Nate mir zugeprostet. Nicht, dass ich darauf soviel Wert lege (es ist natürlich jedes Mal eine Ehre, aber die, die mich kennen, wissen, dass ich nicht gern im Mittelpunkt stehe und lieber im Hintergrund bleibe) aber diesmal ging das echt runter wie Öl. Es war ein bisschen wie, wenn man nach langer Zeit das erste Mal wieder nach Hause kommt…
So, jetzt aber Schluss mit dem sentimentalen Geschwafel und zurück zum Konzert: Man merkte, dass ein großer Teil des Publikums wegen Flogging Molly gekommen war. Das schließe ich zumindest daraus, dass die meisten Lieder lauthals (und textsicher) mitgesungen wurden. Flogging Molly waren alle extrem gut drauf. Woran das lag, weiß ich nicht genau. Ich denke aber sie sind immer recht gern in Hamburg und der Abend davor in Trier muss auch sehr gut gelaufen sein. Alle waren jedenfalls sehr locker und entspannt und wenn euch mal wieder irgend jemand erzählen will Bridget würde nie lächeln (was sowieso nicht stimmt, sie ist halt oft sehr konzentriert wenn sie Geige spielt, lacht aber immer mal wieder zwischendurch, besonders wenn Dave seine Späßchen macht), dann ist seit Hamburg offiziell der Gegenbeweis angetreten.
Die Setlist dürfte die gleiche wie in Zürich gewesen sein. Swagger, Tobacco Island, Whistles the Wind, Drunken Lullabies, Devil’s Dancefloor … und leider wieder nicht “Another Bag of Bricks” Nach einer guten Stunde,die leider viel zu schnell vergangen ist war leider schon wieder Schluß. Eine Zugabe durften Flogging Molly leider wieder nicht geben, danach hatte man aber bis zum “rauskehren” aus dem Club Gelegenheit mit der Band zu sprechen, sich Autogramme zu holen und Fotos zu machen.
Für die „Freunde des Hauses“ ging es danach noch mit Nate und Dennis auf die Reeperbahn und obwohl wir diesmal zumindest nicht beinah in einer Peep-Show gelandet sind war es doch recht abgefahren und ein würdiges Ende eines langen Konzertjahres:-)

Flogging Molly Hamburg 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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