2004

 

Boston (Foxboro) 19.08.04 Gilette-Stadion
Morgens um 11 Uhr sind wir am Gilette Stadion in Foxboro/Boston angekommen. Es war ein heisser etwas verhangener Tag und wir waren schon voller Neugierde was uns an diesem Tag alles erwarten würde. Dank unseres Freundes Bill, hatten wir Backstage und Fotopässe und durften uns auf dem gesamten Gelände frei bewegen.
Gleich als erstes haben wir uns auf die Suche nach dem Flogging Molly Merchandise Stand gemacht und haben dort George getroffen der gerade mit der Abrechnung beschäftigt war, sich aber sehr nett mit uns unterhalten hat.
Danach haben wir das riesige Gelände mit den insgesamt 6 Bühnen erforscht. Da offiziell noch gar nicht offen war, hatten wir genügend Zeit uns einen Überblick zu verschaffen und uns mit einigen Bands zu unterhalten, die Bill uns vorgestellt hat. Fragt mich bitte nicht, wer das im einzelnen alles war. Ich habe von 90% der Bands die bei der Warped Tour dabei waren CDs und liebe deren Musik, aber wie die Jungs und Mädels aussehen hat mich nie so richtig interessiert, mir geht’s halt normalerweise wirklich immer nur um die Musik und nicht um das Drumherum. So ist es jedenfalls passiert, dass ich Leute die Hand geschüttelt habe, die sicherlich sehr bekannt waren, die ich aber überhaupt nicht einordnen konnte. Das war manchmal schon fast ein bisschen peinlich. Dabei waren auf jeden Fall Allister, The Used, New Found Glory, die River City Rebels, Rancid, Good Charlotte und das Mädel von den Dropkick Murphys. Wem ich sonst noch alles „Hallo“ gesagt habe, werde ich wohl nie erfahren 😉

Nachmittags haben wir Dave am Tourbus getroffen und Nathen und Gary am Merch-Stand. Die beiden letzteren konnten sich tatsächlich noch vom letzten Jahr an uns erinnern. Das fand ich sehr erstaunlich, da sie unwahrscheinlich viel auf Tour sind und bestimmt hunderte von Menschen kennen lernen. Gary hat mich sogar für meine Homepage gelobt und damit ein bisschen verlegen, aber auch stolz gemacht.
Nathen hatte tags zuvor Geburtstag und er hat sich sehr über die CDs gefreut, die ich ihm aus diesem Anlass mitgebracht hatte. Seine Geburtstagsparty muss recht heftig gewesen sein. Er erzählte, sie hätten im Bus einer anderen Band gefeiert und er hat dabei einen Schuh verloren (und nicht wieder gefunden). Er bekam aber glücklicherweise ein paar Schuhe von einem anderen Musiker. Von wem habe ich leider vergessen.
Bei dem Gespräch am Merch-Stand haben wir übrigens auch „Irishjackass“ aus dem Forum getroffen, der dann den größten Teil des Tages mit uns verbracht hat. An dieser Stelle deshalb viele liebe Grüße an „Irish“. Ich hoffe wir sehen uns noch bei vielen Flogging Molly Konzerten wieder!
Flogging Molly waren als letzte Band auf der „Brian Stage“ (eine der 6 Bühnen) um 19:20 angekündigt. Wir hatten also noch viel Zeit uns einige der anderen Bands anzusehen. Ich kann die jetzt unmöglich alle aufzählen. Eine Eigenheit der Warped Tour ist, dass die meisten Bands (für europäische Verhältnisse sogar alle) nur sehr kurz spielen. Die Gigs dauern 20 bis maximal 30 Minuten. Es gibt noch weitere „Eigenheiten“ die für Europäer doch eher komisch sind. Wenn gepogt wird, dann geht’s vor der Bühne immer im Kreis herum. Ob das an den indianischen Vorfahren liegt, die immer ums Lagerfeuer getanzt sind? Es sah jedenfalls echt so aus. Die amerikanischen Fans sind auch wesentlicher braver als die Leute bei uns, obwohl die Stimmung durchweg gut war, konnte man die Atmosphäre nicht mit der auf großen Festivals bei uns vergleichen. Ausserdem gab es auf dem gesamten Gelände kein Bier. Nur Wasser und schrecklich süße Energy-Drinks. Wie soll da auch Stimmung aufkommen? (Ich weiss, man kann auch ohne Alkohol lustig sein….?)
Bei uns ist jedenfalls alles viel lockerer und freier und als ich Matt in Winterthur darauf ansprach hat er meine Meinung in etwa auch bestätigt.
Gegen 18:30 haben wir uns dann jedenfalls durstig und ausgetrocknet hinter die Brian Stage auf der Flogging Molly auftreten sollte begeben. Es war sehr witzig zwischen dem ganzen Equipment herum zu stehen und zu sitzen, wann sieht man das sonst schon mal so aus der Nähe? Nach einer weile fand sich dann auch die Band ein und was ich Nathen nie vergessen werde: er hat mich vorm verdursten gerettet! Er hat mich gefragt ob ich ein Bier wolle und gesagt Bill würde mir gleich ein Bier bringen und wenn das nicht klappen sollte würde er mir persönlich eins besorgen. 5 Minuten später hatte ich eine Dose Guinness in der Hand. Nathen ich danke Dir!
Zum Konzert durfte ich, wie viele andere, mit auf die Bühne um Fotos zu machen. Das war ein komisches Gefühl und ich habe zwar viel Spaß gehabt und auch wirklich gute Fotos gemacht, es ist jedoch nicht das Gleiche als wenn man vor der Bühne und in der Menge steht. Deshalb kann ich zum eigentlichen Konzert, das ja auch nur 30 Minuten gedauert hat, gar nicht viel sagen. Flogging Molly haben „Drunken Lullabies“, „Selfish Man“, „Rebels of the Sacred Heart“, “Seven Deadly Sins”, “What’s Left of the Flag”, “Devils Dance Floor” und “Salty Dog” gespielt. Hier habe ich zum ersten Mal “Seven Deadly Sins” gehört und es ging wirklich gut ab. Überhaupt war es eine gute Show und das Publikum, soweit ich es sehen konnte (ich habe ziemlich in der Ecke gestanden) ist auch voll mitgegangen.
Nach dem Konzert haben wir uns am Tourbus noch von allen verabschiedet und sind dann sehr müde und zufrieden zurück in unser Hotel gefahren.

Flogging Molly Boston 2004

 

 

 


Winterthur 25.08.04 – Musikfestwochen
Vorab sei gesagt: Winterthur war mal wieder eine Reise wert.
Noch ein wenig angeschlagen vom Jet-lang, machten wir uns nur 2 Tage nach der Rückkehr von der Warped Tour schon wieder auf den Weg zum nächsten Flogging Molly Konzert dasim Rahmen der Musikfestwochen in Winterthur statt fand.
Nachdem wir in unserem B&B eingecheckt hatten, machten wir uns erst mal auf zur Bühne um zu sehen, was dort so abging. Wen trafen wir natürlich gleich? Unseren Freund Nathen. Er winkte uns schon von weitem, war allerdings ein wenig in Eile, so dass wir uns nur kurz unterhalten konnten. Als nächstes entschlossen wir uns, einen Irish Pub zu suchen; es wurde langsam Zeit für ein paar Guinness! Mit dem Paddy O`Briens wurden wir auch fündig. Aber, liebe Schweizer, 17 Franken für zwei Guinness, das schlägt sogar die Preise in den Touristen Pubs in Dublin! Aber egal, wir haben uns zur Feier Tages trotzdem 2 Guinness gegönnt. Und es gabt wirklich was zu feiern, oder zumindest etwas zum darauf anstoßen. Am Eingang des Pubs lag die offizielle Zeitung der Musikfestwochen aus. Neugierig wie ich bin habe ich natürlich gleich geguckt was dort über Flogging Molly steht und war sehr erstaunt den original Text von meiner Homepage zu finden. Eigentlich hätte man mich ja mal fragen können, ob ich einverstanden bin… Aber gut, der Link zu meiner Homepage stand unter dem Artikel also war ich eigentlich nur stolz 🙂
Auf dem Rückweg zum Hotel hörten wir plötzlich die vertrauten Klänge von „Tenement Square“ die uns aus Richtung Bühne entgegen kamen. Ein kurzer Augenblick der Verwirrung, Molly sollte doch erst um 20 Uhr 30 spielen. Hatten wir irgendwas verwechselt, wurde das Konzert urplötzlich vorverlegt?? Die Folge war eine kurze Panik-Attacke und eine Sprint Richtung Bühne. Aber Entwarnung: Flogging Molly waren beim Soundcheck und hatten, für uns eher ungewöhnlich, das komplette Lied gespielt. Als sie fertig waren, kamen Bridget, Dave und Dennis auf uns zu und begrüßten uns herzlich (mit Küsschen und so ;-)) ). Nach ein wenig Small talk fragte Bridget, ob wir sie vor dem Konzert auf ein Bier treffen wollten (natürlich wollten wir!! und wie !!). Gegen 19 Uhr betraten wir den vereinbarten Pub wo Bridget und Dave bereits in der hintersten Ecke saßen. Dave erzählte uns, daß sie zum ersten Mal 4 Songs vom neuen Album spielen wollten und er deshalb etwas nervös sei, aber eigentlich habe er immer noch vor jedem Konzerte Lampenfieber. Da gerade ein Thin Lizzy Song lief, fragte ich Dave, ob sie dieses Lied für ihn spielen würden. Er verneinte, erzählte mir aber, dass er Phil Lynott gekannt hat. Wow! Ich bin echt beeindruckt jemanden zu kennen, der Phil gekannt hat. Ich war großer Thin Lizzy Fan und liebe sie immer noch. Ich hoffe, wenn ich Dave das nächste Mal treffe, kann ich dieses Thema noch mal vertiefen. In Winterthur hat das keinen Sinn gemacht. Dave war hochgradig nervös und obwohl er sehr nett zu uns war, hatten wir den Eindruck, dass er im Grunde lieber alleine gewesen wäre. So sind wir nach einen Bier wieder gegangen, man will ja auch nicht stören 🙂 Außerdem wollte ich rechtzeitig vor die Bühne um gute Fotos machen zu können.
Gegen 20 Uhr 30 fing dann das Konzert an und es war gut voll. Es sollen so ca. 3000 Leute dagewesen sein. Stimmungsmäßig ging es gleich mit dem ersten Song voll ab. Jede Menge Pogo und Stagediver (was der Veranstalter wohl ein wenig unterschätzt hatte, da mit voranschreitenden Konzert sich immer mehr Leute auf der Bühne tummelten und die Band beim spielen störten). Ich habe dann auch ziemlich viele blaue Flecke davon getragen. Das war aber zu großen Teilen meine Schuld. Ich war sehr ehrgeizig und wollte richtig gute Fotos machen, alle habe ich ziemlich statisch vor der Bühne gestanden und versucht mich so wenig wie möglich zu bewegen. Wenn man aber nicht mit tanzt und hüpft kriegt man natürlich viele mehr Stöße als normal … Na ja, wenn ich mir die Fotos angucke, haben sich die blauen Flecken gelohnt. Ich bin dann erst weiter nach hinten als ich von einem der Stagediver einen herzhaften Tritt gegen den Kopf gekriegt habe. Ich will mich aber wirklich nicht beschweren, wie gesagt ich war ja selbst mit Schuld und das nächste Mal gehe ich wieder nach vorne (allerdings werde ich den Fotoapparat dann nach 3 oder 4 Songs wegpacken und mitmachen 🙂 )
Zurück zum eigentlichem Konzert: Daves Lampenfieber war völlig unbegründet. Gleich das erste neue Lied “Wailing Wall” wurde vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen. Und auch die anderen neuen Songs: “Whistles the wind”, “Light of a fading star” und “Seven deadly sins” kamen gut an. Die Stimmung war wirklich das ganze Konzert über phänomenal. Aber ich haben vom Publikum in Winterthur auch nichts anderes erwartet, die Leute dort sind, glaube ich, immer gut drauf.
Nach dem Konzert (wie auch schon kurz vorher) haben wir Luc und Mats und Jerry getroffen, die wir bereits aus Dublin und von einigen Beiträgen im Forum kannten. Es ist wirklich immer wieder schön Kontakte die wir über die Homepage geknüpft haben zu vertiefen 🙂
Zum guten Schluss haben wir noch einen Blick hinter die Bühne geworfen wo Nathen uns zum Bier einlud. Wir haben dann mit ihm, Matt und einigen Schweizern den Abend bis zur Abfahrt des Flogging Molly Busses verbracht.

Flogging Molly Winterthur 2004

 

 

 

Berlin 02.09.04 – Knaak
Nachdem die Konzertberichte von Boston und Winterthur mehr von persönlichen Erlebnissen als vom eigentlichen Konzert geprägt waren, werde ich versuchen die folgenden Berichte wieder mehr auf das Wesentliche zu konzentrieren. Eine kleine Anekdote muss ich jedoch diesem Bericht trotzdem voranstellen:
Wir sind am 02.09. sehr früh von zuhause los gefahren, Berlin ist eine 5 Stunden fahrt, Wolfgang hatte Nachtschicht und so war es naheliegend sich in den ersten Zug nach Berlin zu setzen und die Strecke so schnell wie möglich hinter uns zu bringen. Ich hatte zwar auch schon wieder gearbeitet, war aber noch immer vom Jet-lag und dem damit verbundenen Schlafmangel geplagt. Wir waren also beide mehr als Müde als wir gegen 11:30 Uhr in unserem Hotel in Berlin ankamen. Unser Zimmer war noch nicht fertig, deshalb wurden wir vom Hotel kurzerhand zum Frühstück eingeladen. Während ich noch etwas desorientiert im Frühstücksraum stand und mich nach einem freien Tisch umsah hörte ich auf einmal Wolfgang „Good morning George“ sagen. Ich hab vor lauter Müdigkeit gar nicht gleich gepeilt was los war bis ich mich umdrehte und George neben uns am Tisch sitzen sah. War das lustig! Da haben wir doch zufällig das gleiche Hotel wie Flogging Molly gebucht 🙂 Wir haben uns dann ein bisschen mit George unterhalten (er hat u.a. die Flogging Molly Aufnäher auf meinen Sweatshirt bewundert) und als wir uns dann setzten um zu frühstücken hat er jemanden erklärt wer wir sind und kannte sogar meine Homepage Adresse auswendig (ich gebe zu, die URL ist nicht gerade schwierig zu behalten, aber trotzdem: er kannte sie!)
Wir haben Flogging Molly dann am frühen Abend noch mal vorm Club getroffen, aber wie gesagt, die Geschichte spare ich mir jetzt und gehe zum Konzert über.
Das Konzert musste vom „S036“ ins „Knaak“ verlegt werden, da nicht genügend Karten verkaut wurden. (Das muss künftig besser werden liebe Berliner! Ihr wollt doch bestimmt, dass Flogging Molly auch künftig in Eure schöne Stadt kommen…). Das Knaak ist ein komischer Club und ich habe mich im letzten Jahr schon über die seltsame Raumaufteilung gewundert. Ein rechter Winkel ist für einen Konzertsaal schon eine merkwürdige Sache und die Bühne ist so klein, dass man sich kaum vorstellen kann, dass 4 Leute darauf passen, geschweige denn 7.
Die erste Vorgruppe waren „uncommenfrommars“ aus Frankreich. Sie haben schnellen, nicht allzu harten Punk gespielt und waren nicht so schlecht, aber auch nichts besonderes. Und auch wenn ich nach dem Konzert gehört habe, dass sie in Frankreich richtig bekannt sind und außerdem privat noch sehr nett sein sollen, waren sie bei mir alleine schon deshalb unten durch weil sie eine wirklich schreckliche Version von „Sheena is a Punkrocker“ von den Ramones zum Besten gegeben haben und wenn es um die Ramones geht verstehe ich keinen Spaß.
Als nächstes kamen „She male Trouble“ aus Berlin auf die Bühne. Auch die waren nicht schlecht, aber auch nicht so gut, dass ich sie ausführlicher erwähnen müsste. Sie haben jedenfalls für gute Stimmung im Publikum gesorgt, das ist ja mal das wichtigste.
Zu Beginn des Abends war es nicht gerade voll, aber als Flogging Molly um 23:15 Uhr die Bühne betraten hatte sich der Club doch einigermaßen gefüllt. Ich schätze, dass etwa 300 Leute da waren. Falls es jemand besser weiß, lasse ich mich aber gerne korrigieren.
Es ging los mit „Drunken Lullabies“ und der Saal hat sofort getobt. Das hat mir schon wieder ein paar Schwierigkeiten beschert. Ihr wisst ja: Ehrgeiz, Fotos, erste Reihe, blaue Flec
e … Diesmal hab ich zwar von Anfang an, so gut es ging mitgetanzt, allerdings hatte ich eindeutig nicht die richtigen Schuhe an. Um Platz im Rucksack zu sparen (es ging ja noch weiter nach Köln, Bologna, und zum Badeurlaub an der Adria) hatte ich meine Turnschuhe zuhause gelassen und war mit Schlappen unterwegs. Wer auch immer hinter mir gestanden hat: Danke für’s Auffangen 🙂
Als nächster Song folgte „Wailing Wall“ und wie schon in Winterthur wurde der neue Titel mit Begeisterung aufgenommen. Weiterhin waren „Selfish Man“. „The likes of you again“, „Swagger“, “Whistles the wind”, “Rebels of the sacred heart”, “Tenement Square”, “Light of a fading star”, “Black Friday Rule”, “If I ever leave the world alive”, “Seven deadly sins”, “What’s left of the flag”, “Devils Dance floor” und “Salty Dog” auf der Set list. Es war brütend heiß im Club und der Sauerstoffgehalt der Luft ließ wirklich zu wünschen übrig. Aber trotz dieser Tatsache und der merklichen Müdigkeit der Band (habt Ihr mal auf den Tourplan dieses Jahres geguckt? Flogging Molly waren dieses Jahr noch nicht zuhause!) haben die Jungs und das Mädel wieder Alles gegeben und die Spielfreude und Energie, die bei jedem Konzert rüber kommt hat sich voll auf das Publikum übertragen. Die Stimmung war also wirklich gut, und es hat wie immer sehr viel Spaß gemacht dabei zu sein.

Flogging Molly Berlin 2004

 

 

 


Köln 03.09.04 – Stollwerck

Es war ein wunderschöner sonniger Herbsttag und nachdem wir uns in der Kölner Altstadt mit ein paar Kölsch und 2 Murphys Stout gestärkt hatten waren wir gegen 18 Uhr am Stollwerck. Zum Stollwerck gehört ein kleiner Park und auch eine Kneipe mit Biergarten ist vorhanden. Die besten Voraussetzungen um den Abend gemütlich einzuleiten. Auf dem Mäuerchen, das den Park eingrenzt saßen ein paar Straßenmusiker mit ihren Instrumenten und bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass es Bob, Nathen, Dennis und George waren die da Musik für uns machten.
Nach einem kurzen „Hallo“ haben wir uns aber an einen Tisch im Biergarten zurückgezogen, da wir mit etlichen Freunden und Bekannten verabredet waren.
Gegen 20 Uhr war dann, glaube ich, Einlass. Wir hatten es allerdings nicht eilig, da wir die Vorgruppen bereits in Berlin gehört hatten und es nicht unbedingt für nötig befunden haben uns ein weiters Konzert von denen zu geben. Wir haben also erst so kurz vor 21 Uhr das Stollwerck betreten und haben dort am Merch-Stand noch mal ein paar Leute aus dem Forum getroffen.
Steven, der Roadie hatte auch etwas Zeit zum Plausch (hab ich das schon erzählt: in Berlin haben wir herausgefunden, das wir beide große Ramones-Fans sind. So was verbindet!) und als ich ihm meine blauen Flecken von Winterthur zeigte hat er uns angeboten, neben ihm am Rand der Bühne zu stehen und von dort aus das Konzert anzusehen. Das war echt ’ne feine Sache. Auf Dauer wäre mir das zwar zu langweilig, aber nachdem ich wirklich noch genügend Blessuren von Winti und Berlin hatte und außerdem kein festes Schuhwerk (ihr erinnert Euch? Wenn nicht schaut noch mal in der Konzertbericht aus Berlin) war ich mehr als dankbar für diesen Platz. Leider war’s von dort mit dem Fotografieren nicht so klasse. Ich glaube, zwar, dass ich auch seitlich auf die Bühne gedurft hätte, aber ich habe immer Angst, dass ich jemandem im Weg bin. So ist es also bei wenigen, schlechten Fotos geblieben, aber für das eine Mal war das ja auch nicht sooo schlimm.
Das Stollwerck war mit ca. 800 Tickets restlos ausverkauft und viele mussten wieder weg geschickt werden, weil es keine Tickets mehr gab. Vom ersten Ton an war die Stimmung wieder super. Wer hätte auch etwas anderes erwartet? Die Songs waren die gleichen wie in Berlin, aber das Publikum war um Klassen besser! Bei den Titeln der älteren Alben haben grundsätzlich fast alle mitgesungen und die neuen Songs haben für Begeisterung gesorgt auch wenn es mit dem Mitsingen natürlich schwierig war, da ja die meisten die Lieder zum ersten Mal gehört haben. Flogging Molly haben, wie immer alles gegeben (ich glaube, ich schreibe das jedes Mal, aber es stimmt wirklich) und das Publikum voll mitgerissen. Es war zwar brütend warm im Saal, aber ich nehme an, wenn das Konzert in einer Kühlhalle statt gefunden hätte, wären hinterher trotzdem alle vom Tanzen, Hüpfen und Feiern klitschnass geschwitzt gewesen und das gilt nicht nur für das Publikum sondern auch für die Band. Ich habe nach dem Konzert Nathen am Merch-Stand getroffen wo er sein Hemd gegen ein T-Shirt ausgetauscht hat. Er hat mir spaßeshalber sein Hemd hingehalten und man hätte es wirklich auswringen können….. Igitt 🙂

Nathen hat uns danach eingeladen mit ihm und ein paar Leuten nach der Show ein Bier trinken zu gehen. Irgendwer hatte „in der Nähe“ einen Irish-Pub namens Shamrock ausgemacht wo man gemeinsam hinlaufen wollte. Wir hatten eigentlich gleich unsere Zweifel ob der Pub noch offen hat, aber als ich dann hörte, dass niemand mit dem Pub vereinbart hatte, dass mitten in der Nacht noch ein Pulk von Leuten kommt, war eigentlich schon klar, dass da nicht viel daraus wird. Nathen hatte so nett gefragt, ob wir mitkommen, dass ich einfach nicht nein sagen konnte, aber als wir ca. 15 Minuten gelaufen waren, es inzwischen fast 2 Uhr nachts war und noch immer kein Pub weit und breit in Sicht sind wir dann doch lieber zurück in unser Hotel. Schließlich wollte ich für meinen Flug nach Bologna am nächsten Tag auch einigermaßen fit sein.
Wie ich im Konzertbericht von „Wasteofmind“ gelesen habe, war es eine kluge Entscheidung umzudrehen. Der Pub war anscheinend fast eine Stunde Fußmarsch vom Stollwerck entfernt und natürlich auch schon lange geschlossen.

Flogging Molly Köln 2004

 

 


Bologna 05.09.04 – Independent Days
Ich bin im Nachhinein eigentlich ganz froh, dass ich, wie zuerst geplant, am Tag zuvor nicht nach Nonnweiler bin (auch wenn ich kurz neidisch war, als ich ein SMS von Irishjackass (aus dem Forum) bekommen habe der da war und es klasse fand). Ich habe mich am 04.09. mit meiner italienischen Freundin in Bologna getroffen und wir haben abends noch die Stadt unsicher gemacht, das war echt witzig.
Die Independent Days sind ein großes Festival, ähnlich wie in Deutschland Rock im Park und Rock am Ring oder Reading in England. Es ging über 2 Tage, ich war aber nur am zweiten Tag da und dieser Tag hat eigentlich gar nicht so gut angefangen. Einlass sollte um 10 Uhr morgens sein und ich war pünktlich um diese Uhrzeit dort. Der Schalter für die Gästeliste hat mit über einer Stunde Verspätung aufgemacht, es war brütend heiß und als der Schalter endlich offen war wurde ich ewig vertröstet, dass die Gästeliste von Flogging Molly noch nicht da sei. Hätte mir ja mal einer gesagt, dass FM die Liste mitbringen wäre mir klar gewesen, dass es spät wird. Der Weg von Nonnweiler nach Bologna ist ja nun wirklich nicht der nächste.
Ich war jedenfalls voll angenervt, zumal ich während des Wartens auch noch ständig von irgendwelchen Typen angequatscht wurde die entweder Drogen von mir wollten, mir Dope verkaufen wollten oder mich schlicht und einfach nur dumm angebaggert haben. Es hat letztendlich bis 15 Uhr gedauert und der Hilfe des Tourmanagers bedurft bis ich endlich rein durfte. Ab da war’s aber wirklich klasse, es waren viele interessante Bands da und das lange Warten hat sich letztendlich doch gelohnt.
Vor dem Velvet Revolver Auftritt habe ich Nathen zufällig hinter der Bühne getroffen, der sich beklagte weil er eigentlich von der Bühne aus bei deren Konzert zugucken wollte und man hat ihn nicht hoch gelassen hat. Ich wollte ihn ein bisschen trösten und habe gesagt, er solle noch 2 Jahre warten, dann stände er da oben und wenn Velvet Revolver zu ihm hoch wollten dürften sie das dann nicht. Nathen antwortete, das würde nie passieren, er wäre gar nicht so und er würde sie trotzdem hoch lassen. Er ist eben echt ein Netter!
Das eigentliche Konzert war für italienische Verhältnisse echt super. Es waren so ca. 200 Leute direkt vor der Bühne, insgesamt waren ungefähr 300 Leute da. Im wahrsten Sinne des Wortes ging voll der Punk ab. Inzwischen habe ich 12 Flogging Molly Konzerte mitgemacht und es war immer gut was los (ich sage nur Winterthur… die blauen Flecken sind bis heute noch nicht ganz weg) aber was da gepogt und getobt wurde hatte ich so doch noch nicht gesehen. Der Band hat es, denke ich, auch recht viel Spaß gemacht obwohl man ihnen die Müdigkeit sehr angemerkt hat. Dave hat sich zwischen 2 Songs bei seiner gesamten Crew bedankt und gesagt, dass sie nicht nur gut gearbeitet haben sondern auch ein nettes Team sind. Das kann ich nur Bestätigen. Ich habe im Verlauf der Tournee fast alle Crew-Mitglieder kennen lernen dürfen und sie waren durchweg alle ausgesprochen nett und sympathisch.
Sogar mich hat Dave kurz erwähnt. Er hat Gott sei Dank, nur „Ute“ gesagt und mir zugelacht. Es hat also außer meiner Freundin und mir keiner mitbekommen. Bin ich froh! Ich weiß, das klingt blöd aber ich bin da echt schüchtern und möchte so was eigentlich gar nicht. Ehrlich!
Das Konzert endete nach knapp einer Stunde und für die eigentlich geplante Zugabe war leider keine Zeit mehr. Das Konzert hatte mit einiger Verspätung angefangen und der „Hallenwart“ war schon schier am Durchdrehen, dass nicht pünktlich Schluss war. Ich war nach dem Konzert noch kurz hinter der Bühne, habe mich von allen, die ich gesehen habe verabschiedet und habe auf dem Weg zurück im Zelt noch Dennis getroffen und ein paar Worte mit ihm verwechselt. Außer uns waren noch ca. 20 andere Leute im Zelt und der Hallenwart hat uns (inklusive Dennis) laut fluchend (ich schreib jetzt nicht, was er da alles so von sich gegeben hat) rausgeschmissen.
Es war jedenfalls trotz schlechtem Start ein unvergesslicher Tag und tags darauf bin ich zu meinem wohlverdienten Strandurlaub aufgebrochen, mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es nur 8 Wochen bis zum nächsten Flogging Molly Konzert sind 🙂

Flogging Molly Bologna 2004

 

 


Hamburg 06.11.04 Grünspan
Nach einem kurzen Streifzug über die Reeperbahn und ein paar Guinness im „Thomas Read“ kamen wir gegen 19 Uhr im Grünspan an und sind an der Bar sofort auf Matt und Nathen gestoßen. Matt hat uns kurz begrüßt, mit Nathen haben wir uns total festgequatscht und gar nicht gemerkt, dass wir beide Vorgruppen „The Briggs“ und die „Street Dogs“ verpasst haben. Nate meinte irgendwann er wolle noch mal auf die Toilette und müsse dann zur Bühne; erst da haben wir gemerkt wie spät es eigentlich war. Ich habe mir dann auch sofort meinen Weg nach vorne in die erste Reihe vor die Bühne gebahnt. Mit „The Likes of You Again” ging es los und das Publikum war vom ersten Ton an begeistert. Weiter ging es mit „Swagger“ und man merkte, dass die Band in extrem guter Stimmung war.
Meine Stimmung wurde auch immer besser; Mann, was hatte ich Flogging Molly vermisst! Zwei ganze Monate ohne Konzert; und wer Flogging Molly einmal live gesehen hat, weiß, dass die CDs auch wenn sie wirklich gut sind, ein Konzert einfach nicht ersetzten können.
Mit „Screaming at the wailing Wall “wurde der erste Song vom neuen Album gespielt und bei der Ansage entschuldigte sich Dave im Namen aller 3 Bands, dass Bush in den USA erneut zum Präsidenten gewählt wurde. Die Stimmen der in Hamburg anwesenden Musiker hat er jedenfalls nicht bekommen.
Als weitere Titel wurden Drunken Lullabies, Selfish Man, Whistles the Wind, Tobacco Island, Rebels of the Sacred Heart, Light of a Fading Star, Black Friday Rule, If I Ever Leave the World Alive, Seven Deadly Sins, Devils Dancefloor und Salty Dog gespielt.
Als Zugabe folgten Worst Day Since Yesterday, Within a Mile of Home und What’s left of the Flag und ich war sehr traurig, dass nach ca. 90 Minuten das Konzert vorbei war (für mich übrigens der beste der 4 Deutschland Gigs). Dass Nathen dann noch mit uns über die Reeperbahn gezogen ist, war allerdings schon ein gewaltiges Trostpflaster 😉

 

 


Frankfurt 07.11.04 Batschkapp
Als wir gegen 19 Uhr zur Batschkapp kamen war alles noch verrammelt. Es hatte sich zwar schon eine kleine Menschenmenge eingefunden, an Einlass war jedoch noch nicht zu denken. Das Wetter war mehr als bescheiden, also haben wir uns schweren Herzens entschlossen im nahe gelegenen Keglerheim (oder war’s der Hühnerzuchtverein??? Jedenfalls eine seeehr „gutbürgerliche“ Gaststätte) einzukehren. Man hat uns dort auch trotz blauer Haare und offensichtlich unterschiedlicher Weltanschauung hereingelassen und freundlich mit Bier und Schnaps bewirtet. Trotzdem habe ich mich nicht wirklich wohl gefühlt und war froh, als wir wieder draußen waren. Einlass war natürlich immer noch nicht, aber jetzt hatte wenigstens die Batschkapp-Kneipe auf und bei einem weiteren Bier und vernünftiger Musik konnten wir uns langsam auf das Konzert einstimmen.
Endlich in der Halle angekommen sind wir sofort wieder auf Nathen getroffen obwohl er diesmal nicht an der Bar stand. Komisch, im Gegensatz den anderen Bandmitgliedern treffen wir ihn wirklich jedes Mal …
Die Briggs fingen bereits kurz darauf an zu spielen und obwohl ich ihre Show echt gut fand kam nicht so richtig Stimmung auf.
Nachdem ich in Hamburg erfahren hatte, dass mein „Freund“ Tobe, eigentlich der Merch-Mann von Flogging Molly, bei den Street Dogs spielt bin ich natürlich bei deren Konzert nach vorne um ein paar Fotos zu machen. Das Publikum brauchte eine Weile um mit der Band warm zu werden. Es standen, mit mir, etwa 5 oder 6 Leute direkt vor der Bühne, der Rest in 10 Meter Abstand entfernt. Das war schon sehr merkwürdige, aber Mike, der Sänger (und ehemalige Frontmann der Dropkick Murphys) hat es nach dem zweiten Song geschafft die Leute nach vorne zu locken und von da an ging’s gut ab. Die Street Dogs sind echt eine geile Band und ich kann deren CD wirklich nur weiter empfehlen!
In der Umbaupause haben wir im Publikum einen „verrückten“ Iren kennen gelernt und uns recht nett unterhalten. Scruffy ist selbst Musiker und tritt mit seiner Band in diversen Irish Pubs auf. Falls ihr bei euch in der Nähe ein Plakat von „The Krusty Moors“ seht, geht ruhig mal hin.
An dieser Stelle „Viele Grüße“ an Scruffy, am 26.11. haben wir es leider nicht zu seinem Gig geschafft, aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.
So, jetzt aber zu Flogging Molly. Gegen 23 Uhr war es endlich so weit und „Redemption Song“ wurde eingespielt während die Band nach und nach die Bühne betrat. Wie bereits in Hamburg war die Stimmung im Publikum bestens und gleich zu Beginn wurde getanzt und gepogt was das Zeug hielt. Die Songs waren identisch mit denen in Hamburg und auch für Scruffy, der es irgendwie geschafft hatte Dave einen Zettel zuzustecken auf dem „Rare Ould Times“ stand, wurde keine Ausnahme gemacht. Dafür tauchte aber kurz darauf ein Hemd vom „Scruffy Pub“ in Karlsruhe auf der Bühne auf und wurde hoch gehalten.
Nach What’s Left of the Flag war dann leider wieder Schluss. Insgesamt war es wieder ein super Konzert bei dem wir viel Spaß hatten und viele nette Leute kennen gelernt haben. Trotzdem: Hamburg war einen Tick besser.

 

 

 

Münster 12.11.04 Skaters Palace
Warum müssen Flogging Molly eigentlich immer im November nach Deutschland kommen? Das ist die Jahreszeit in der ich regelmäßig krank werde und bereits im letzten Jahr hatte ich in Berlin und Köln wirklich schwer zu kämpfen um bei den Konzerten durchzuhalten.
Nachdem ich mich dieses Jahr in Hamburg und Frankfurt noch gut gehalten hatte war ich rechtzeitig vor unserem Trip nach Münster krank. Die Nebenhöhlen dicht, Halsweh, Kopfweh, alles was so dazu gehört. Toll! Dann noch mit dem Auto durch tief verschneite Landschaften bis wir endlich in Münster ankamen. Meine Laune hat sich (trotz Vorfreude auf das Konzert) also wirklich in Grenzen gehalten und war auch nur deshalb einigermaßen brauchbar weil Campino mit den Toten Hosen bei uns im Auto einige Male versucht hatte den Wal zurück ins Meer zu schieben.
Abends hatten wir wirklich Glück, dass wir einen Parkplatz direkt vor dem Skaters Palace hatten. Der Einlas hatte sich um über eine halbe Stunde verzögert und ging nur im Schneckentempo vonstatten, weil die Ordner ihren Job etwas zu genau nahmen und jeden einzelnen schlimmer als am Flughafen filzten. Da die Menschentraube am Eingang deshalb kaum kleiner wurde und inzwischen heftiger Regen eingesetzt hatte haben wir uns noch mal fast eine Stunde ins Auto zurück gezogen. Dort war es zwar auch kalt aber wenigstens trocken. So kam es, dass wir erst in der Halle waren als die Street Dogs mit ihrem Programm anfingen. Wir haben uns dann geteilt, Wolfgang hat Bier besorgt und ich bin vor die Bühne um Fotos zu machen. Die Street Dogs haben eine gute Show abgeliefert und hatten das Publikum schnell auf ihrer Seite. Ich habe mich nach den ersten Songs auf die Suche nach Wolfgang und meinem Bier gemacht. Mir war immer noch kalt und wenn schon die erste Reihe bei den Street Dogs keine Abhilfe schaffen konnte, dann doch hoffentlich ein bisschen Alk. Was soll ich Euch sagen; noch bevor ich Wolfgang gefunden hatte bin ich mal wieder Nathen begegnet. Irgendwie ist das wirklich witzig. Wir haben uns aber nur kurz unterhalten, dann musste ich in die ziemlich volle Halle zurück um noch einen halbwegs brauchbaren Platz zu ergattern. Mehr als erste Reihe ganz rechts war aber diesmal leider nicht drin. Normalerweise hätte ich schon versucht, mich weiter in die Mitte zu quetschen aber ich war echt zu krank und habe nach der Hälfte des Konzerts (oder war es sogar noch früher? Das weiß ich gar nicht mehr genau) vorne ganz abgebrochen und mir ein ruhigeres Plätzchen weiter hintern gesucht.
Die Songs waren wieder die üblichen und Dave hat bei „Screaming a the Wailing Wall“ wieder heftige Kritik an Bush geübt. Außerdem hat er noch erzählt, dass er in Münster in der Stadt war und es ihm wirklich gut gefallen hat. Er war sogar seit ewigen Jahren zum ersten Mal wieder in einer Kirche.
Das Publikum war von Flogging Molly hellauf begeistert und Flogging Molly hatten viel Spaß auf der Bühne. Normalerweise ist es so, dass sich die Spielfreude und die Energie der Band auf das Publikum überträgt. In Münster würde ich fast sagen, hat sich die Begeisterung des Publikums auf die Band übertragen. Alle waren wirklich extrem gut drauf und so hat es auch keinen gestört, dass der Sound nicht gerade vom Feinsten war. Rein von der Akustik her gesehen war es um ehrlich zu sein, eines der schlechtesten Flogging Molly Konzerte das ich bisher gesehen habe, das wurde aber wirklich durch alles andere wieder wett gemacht und ich bin mir sicher, dass an diesem Abend jeder auf seine Kosten gekommen ist.

 

 


Schweinfurt 13.11.04 Alter Stadtbahnhof
Nach einem leckeren Frühstück in Münster ging es morgens um 10:00 weiter nach Schweinfurt. Das Wetter war bereits morgens schon nicht mehr so unfreundlich wie noch am Abend zuvor und bis wir in Schweinfurt waren strahlte die Sonne vom Himmel. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, haben wir, wie immer erstmal geguckt wo abends das Konzert stattfinden wird und zu unserer Überraschung stand der Tourbus schon vor dem Stadtbahnhof. Flogging Molly müssen also wohl mal wieder mitten in der Nacht los gefahren sein. Gut, sie haben zwar einen Fahrer und können während der Fahrt schlafen, aber irgendwie habe ich manchmal schon fast ein bisschen Mitleid…
Wir haben uns jedenfalls erstmal Schweinfurt angesehen und haben lecker zu Mittag gegessen bevor wir uns im Hotel noch ein bisschen ausgeruht haben. Das Wetter hatte sich gegen Abend auch wieder verschlechtert deshalb sind wir erst relativ spät zum Stadtbahnhof aufgebrochen. Vor der Halle sind wir zufällig auf Dave und Bridget gestoßen, die gerade den Tourbus verließen um in der Nähe noch was Essen zu gehen. Nach einer kurzen Unterhaltung haben wir uns aber wieder verabschiedet, das Wetter wurde wirklich immer ekliger und das war weder meiner Gesundheit (siehe Bericht Münster) noch der, der anderen zuträglich.
Zum Stadtbahnhof gehört eine nette Kneipe und da sich der Einlass mal wieder ein bisschen verzögerte haben wir uns dort erst mal ein paar Bier gegönnt. Während wir an der Theke saßen wurde es zunehmend voller und ich begann mich langsam zu fragen, wie diese vielen Menschen in den relativ kleinen Konzertsaal passen sollten. Als wir uns dazu entschlossen die Lokalität zu wechseln war die Halle auch schon recht voll und selbst am Merch-Stand konnte man nur noch gedrängt stehen.
Hier muss ich übrigens ausdrücklich die Ordner vom Stadtbahnhof loben. Sie waren, konsequent aber ausgesprochen freundlich und haben den Einlass nicht unnötig verzögert. Ohne die Ordner wäre bei diesem Gedränge bestimmt das Chaos ausgebrochen. Also wie gesagt: Dickes Lob, und falls diesen Bericht jemand von den Jungs lesen sollte: ihr wart wirklich souverän!
Da es direkt in der Halle wirklich zu voll war, sind wir eine lange Zeit am Merch-Stand stehen geblieben, dort war es wenigstens noch einigermaßen erträglich. Nathen fand das anscheinend auch und hat sich eine zeitlang zu uns gesellt. Es ist wirklich immer wieder schön sich mit ihm zu unterhalten, er ist ein wirklich ganz Netter! Als ich ihm sagte, dass ich mich frage wie ich beim Konzert ganz nach vorne kommen soll um Fotos zu machen, hatte er einen super Vorschlag: ich solle doch fliegen. Dabei breitete er die Arme aus und deutete an, ich solle mich doch in Stagediver Manier noch vorne tragen lassen…. So ganz hat mich dann seine Idee aber doch nicht überzeugt und ich habe mich auf die konventionelle Art noch vorne gequetscht 🙂
Es ging wie immer mit Redemption Song los und als das Licht ausging wurde die Menge auch schon richtig nervös. Flogging Molly wurden mit großem Jubel begrüßt und beim ersten Song „The likes of you again“ ging es gleich richtig zur Sache. Ich bin ja echt einiges gewöhnt (ich denke immer noch an Winterthur, ich in der ersten Reihe und 3000 tanzende Fans hinter mir…) aber es war entschieden zu voll. Das Fotografieren war echt schwierig und weil so eine komische Plattform neben mir war hatte ich diesmal meine dunkelblauen Flecke an der Hüfte und in der Nierengegend. Das war echt eklig. Aber egal, da muss ich durch, ist ja freiwillig 🙂 Die Reihenfolge der Songs war jedenfalls die gleich wie schon bei den bisherigen Konzerten: „Swagger“, „Screaming at the wailing wall“, Drunken Lullabies etc. Von der Stimmung her war’s ein bisschen komisch. Das Publikum war recht gut drauf, Dave meiner Meinung nach gar nicht. Dafür war allerdings Dennis richtig gehend aufgedreht.
Nach Tobacco Island habe ich jedenfalls, wie ich zu meiner Schande gestehen muss, aufgegeben. Ich war durchgeschwitzt, außer Atem und völlig fertig. Also wieder zurück zum Merch-Stand wo man ein klein wenig mehr Platz hatte und vor allem eine Wand zum anlehnen. Dort bin ich dann bis zum Ende des Konzerts geblieben, habe mich ein bisschen mit Tobe unterhalten und war einfach nur froh aus dieser Menschenmenge raus zu sein. Vielleicht sollte sich der Veranstalter überlegen, das eine oder andere Ticket weniger zu verkaufen … aber vielleicht war ich ja auch zu empfindlich.
Nach dem Konzert haben sich Flogging Molly, wie meist nach ihren Konzerten, noch eine Weile unters Volk gemischt. Dennis war an diesem Abend wirklich total aufgekratzt, so hatte ich ihn wirklich noch nicht gesehen, und seine überschwängliche Umarmung war zwar sehr nett aber auch sehr nass. Wir haben uns trotzdem mit ihm unterhalten 😉 und auch mit Nathen und Bob, sind aber relativ früh wieder ins Hotel da ich echt (gesundheitlich) angeschlagen war.
Ich wünsche mir wirklich, dass Flogging Molly nächstes Jahr zu Beginn des Herbstes und nicht wieder mittendrin nach Europa kommen!

 

 


London 19.11.04 – Islington Academy
Als schwer Arbeitender Flogging Molly Junkie hat man es echt nicht leicht ….
Der 19.11. war ein Freitag und ich musste von 06:30 bis 12:00 noch schuften bevor ich mich direkt von der Arbeit auf den Weg zum Flughafen in Frankfurt gemacht habe. Mein Flugzeug ging um 14:40, das heißt es musste alles reibungslos laufen, damit ich in London noch schnell eine Kleinigkeit essen konnte um dann pünktlich an der Islington Academy zu sein.
Beim einchecken teilte mir die Stewardess mit, sie habe nur noch einen Mittelplatz im Flugzeug für mich. Blauäugig, wie ich nun mal bin, habe ich nur gesagt: „das macht nichts, Hauptsache ich muss nicht bis London stehen“. Was ich nicht bedacht hatte: Freitag Mittag sind natürlich all die unheimlich wichtigen Geschäftsreisenden unterwegs und es dauerte nicht lange, bis sowohl mein rechter als auch mein linker Sitzplatznachbar ihre Laptops heraus holten und mit ausgefahrenen Ellebogen anfingen fleißig zu tippen. Ich kam mir nach 5 Minuten schon wie eine Ölsardine vor und an ein Nickerchen, wie ich es mir erhofft hatte, war nicht zu denken. Zu allem Überfluss tobten auch noch Stürme über Europa und eine Startbahn musste geschlossen werden. Das hieß eine Stunde Wartezeit im Flugzeug bevor es endlich losging. Klar, dass durch die Verspätung nichts mehr geklappt hat. Das Flugzeug landete am Ar… des Flughafens Heathrow und wir mussten eine Sightseeing Tour mit einem Bus über den gesamten Flughafen machen, bis wir am eigentlichen Terminal ankamen. Natürlich war es freitagnachmittags (eigentlich schon fast abends, es muss so gegen 17 Uhr gewesen sein) überall voll und bis ich endlich meine Fahrkarte für die Tube hatte gingen weitere kostbare Minuten ins Land.
Letztendlich war ich pünktlich zum Einlass an der Islington Academy, und habe mir, bevor ich rein bin, noch ein schnelles Guinness gegönnt damit ich wenigstens etwas im Magen hatte. Dank Nathen waren ich und mein Cousin, (der in London lebt und mich zum Konzert begleitet hat) auf der Gästeliste. Allerdings hatten wir diesmal Pressepässe, was mir in gewisser Weise ein bisschen zum Verhängnis geworden ist, davon aber später mehr.
Als wir endlich drin waren, hat mich Tobe vom Merch-Stand erstmal lauthals begrüßt und nach einem kurzen Wortwechsel mit und einem Blick in die Halle habe ich meinen Rucksack an der Garderobe abgegeben und dort meine Freunde Laura und Alex aus London (habe ich übrigens durch meine Homepage kennen gelernt) getroffen. Leider war es schon so spät, dass die Briggs anfingen zu spielen und keine Zeit für eine längere Unterhaltung war.
Das Konzert der Briggs habe ich mir bei einem weiteren Guinness von relativ weit hinten angesehen. Die Jungs sind richtig gut angekommen (besser als in Deutschland) und haben echt für Stimmung gesorgt. Das Englische Publikum ist voll mitgegangen und auch mir hat die Show richtig gut gefallen.
Nach den Briggs bin ich raus um zum einen meine Cousine zu treffen (unser letztes Familientreffen hatten wir im Mai 2003 – auch bei Flogging Molly) und zum anderen meine Eintrittskarten zu verschenken (ich wusste vorher nicht, dass ich auf der Gästeliste seien würde, das hat sich erst in Schweinfurt ergeben). Ich bin also fröhlich mit meinem Guinness raus spaziert und hab die nächst besten Leuten angesprochen ob sie noch Karten brauchten. Als ich zurückkam, haben mich die Ordner ausgeschimpft! Wie konnte ich es wagen, mit Alkohol in der Hand vor die Tür zu gehen?! Das schlimmste war, dass ich am Anfang gar nicht kapiert habe was die wollten. Der eine fragte mich wie ich mit dem Bier in der Hand raus gekommen wäre und ich habe geantwortet „ich habe das Bier genommen und bin raus gegangen“. Ich sage euch, das war nicht die richtige Antwort! Hab mich dann 1000-mal entschuldigt und die Sache war wieder gut, aber die spinnen, die Engländer! :-))
Bei den Streetdogs bin ich dann ganz nach vorne, habe mich aber seitlich gehalten, der Platz war nicht schlecht und ich hatte eine gute Position zu fotografieren. Das hat dann den nächsten Ärger verursacht. Ich stand mit einem Bein hinter der Absperrung, dass heißt mit einem Bein im Pressebereich (was ich ja durfte). Die Presse darf aber nur während der ersten 3 Songs fotografieren, woran ich mich leider nicht gehalten habe. Also: das nächste Mal Stress. Ich hab dann halt aufgehört zu fotografieren und die Show der Streetdogs genossen. Ich finde die Streetdogs sowieso gut, aber in London waren sie echt besonders klasse. Die ausverkaufte Islington Academy motiviert natürlich sicherlich auch zu „Höchstleistungen“. Im Falle von Mike, dem Sänger, sogar im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat gegen Ende des Konzerts eine kleine Klettereinlage am Lichtmast geboten und quasi unter der Decke hängend gesungen.
Nach dem Stress mit dem Ordner während der Streetdogs, hat der sich wohl überlegt, dass er vielleicht doch zu streng war, oder er wollte es sich mit der „Presse“ nicht verderben, keine Ahnung. Jedenfalls hat er mich, kaum dass die Streetdogs von der Bühne waren gepackt und in den Graben vor der Bühne gestellt. Toll! Es war viel zu früh und ich war die Einzige dort. Ich habe mich so was von deplaziert gefühlt; es war ganz schrecklich. Da ich ja wusste, das die Umbaupause eine Weile dauert, habe ich mich auf die Stufen auf der Rückseite der Absperrung gesetzt, ein bisschen mit anderen Fans geredet und gewartet. Kommt nicht der nächste Ordner auf mich zu und warnt mich dass ich zurück gestoßen werden könnte… Häääh? Hat der mich für doof gehalten? Ich hab ihm dann gesagt, dass es mein 14tes Flogging Molly Konzert ist und ich weiß, was abgeht aber er hat mich trotzdem noch weitere 2 oder 3 Minuten genervt; äh gewarnt.
Dann kam endlich Redemption Song und ich hatte, wenn auch unfreiwillig, Gelegenheit echt gute Fotos zu machen.
Flogging Molly waren extrem gut drauf, das Publikum ist voll abgegangen und alle hatten einen riesigen Spaß. Dave hat sehr viel mit dem Publikum geredet und er und Bridget haben von der Bühne aus viele Leute begrüßt. Aber klar, Dave hat ja auch lange genug in London gelebt. Das Publikum war übrigens, recht gemischt: Punks, „Normalos“, ältere Leute (meines Erachtens jenseits der 50ig) und recht junge Leute. Gefallen hat es jedenfalls allen.
Dave war sogar so gut drauf, dass er nach einer Weile seine übliche Kaffeetasse (was da wohl immer drin ist?) beiseite gelassen hat und ab und an einen kräftigen Hieb aus einer Jameson Flasche genommen hat. Das Programm hat sich nicht von dem in Deutschland unterschieden, allerdings war das Konzert an sich, wenn man mal von Hamburg absieht, besser als die Deutschland Gigs.
Nach dem Konzert hat sich der Saal relativ schnell geleert. Übrig waren nur noch Teile der Band (Nathen, Bob, Dennis) und ein paar versprengte Fans. Wir haben noch ein Abschlussbier getrunken, ein bisschen Smalltalk mit den oben genannten gehabt und mussten dann los, weil in einer Großstadt wie London die letzte Tube gegen 0:00 Uhr fährt …

Flogging Molly London 2004

 

 

Dublin 22.11.04 – Temple Bar Music Center
Gerade mal 16 Stunden nachdem ich von London zurückgekommen war ging es schon wieder los in Richtung Frankfurt Flughafen mit dem Ziel Dublin. Was haben wir uns auf diesen Tag gefreut! Dublin ist die schönste Stadt, die wir kennen und an diesem wundervollen Ort die beste Band der Welt zu sehen, das ist schon etwas Besonderes!
Von der Reise gibt es nichts Außergewöhnliches zu berichten, der Flug war Ruhig und mit dem Bus vom Flughafen zum Hotel zu fahren ist eine unserer leichtesten Übungen. Wir waren schließlich schon oft genug in Dublin. Also sind wir ins Hotel eingecheckt, und sind auf dem Weg zum nächsten Pub erstmal am Temple Bar Music Center vorbei, das ungefähr 50 Meter von unserem Hotel entfernt lag. Wer winkte uns da schon von weitem? Flogging Mollys Tourmanager. Was für ein Zufall. Nach einem kleinen Plausch haben wir unser Vorhaben ein Guinness trinken zu gehen in die Tat umgesetzt und der Tourmanager hatte auch zu tun, da die Bandbusse sich gerade ihren Weg durch die schmalen Gassen Temple Bars gebahnt hatten und vor der Halle ankamen; da hätten wir ohnehin nur gestört.
Nach einigen leckeren Bierchen und genauso leckerem Essen war es endlich soweit und wir machten uns auf den Weg zum Konzert. Wir waren trotz unserer vielen Flogging Molly Konzerte und der Tatsache, dass wir sie ja bereits im letzten Jahr in Dublin gesehen hatten, fast ein bisschen aufgeregt. Flogging Molly in Dublin ist eben wirklich einfach etwas Besonderes. Als wir ankamen, haben wir zuerst, schon fast traditionell, mit Tobe gequatscht bevor die Briggs auf die Bühne kamen. Von Flogging Molly war zu diesem Zeitpunkt noch niemand zu sehen. Die Briggs waren wieder gut drauf, konnten das Niveau von London aber nicht ganz erreichen. Das sah bei den Streetdogs schon anders aus, diese haben wieder gut für Stimmung gesorgt und das Publikum zu ersten Begeisterungsstürmen hingerissen. Während des Streetdogs Konzertes kamen dann auch Bob, Dennis, Matt und Nathen aus dem Backstage-Bereich vor und haben sich ein paar Drinks an der Bar gegönnt. Klar, das wir ein paar Worte mit allen gewechselt haben, es gab aber keine erwähnenswerten Neuigkeiten. Kurz darauf haben wir dann auch Dave getroffen, der von einer Riege ältere Herrschaften umringt war. Dave war überglücklich und erzählte uns, dass das Freunde und ehemalige Nachbarn seien, die er seit 25 oder gar 30 Jahren nicht mehr gesehen hatte.
Pünktlich zum Konzertbeginn bin ich dann wieder nach vorne. Redemption Song … na ihr kennt das ja schon.
Im Gegensatz zu London: super nette Ordner! Ein kleines Beispiel: Irgendwann hat mein Fotoapparat voll versagt. Auslöser ging nicht, die Verschlussklappe ging weder zu noch vollständig auf. Panik! Bis ich auf die Idee kam den Akku kurz raus zu nehmen. Als der Akku wieder drin war funktionierte alles wie gehabt. Auf jeden Fall hat der Ordner meine Panik-Attacke mitbekommen und als ich eine Geste der Erleichterung machte mit mir gelacht.
Das Flogging Molly gut drauf war, muss ich sicher nicht extra erwähnen. Ich denke, auch für sie ist ein Konzert in Dublin ein besonderes Ereignis. Dave hat das so in etwa auch auf der Bühne gesagt und sich gefreut, dass neben seinen alten Freunden auch Leute aus aller Welt (u. a. aus Deutschland) zu diesem Konzert gekommen waren. Das ganze Konzert war ein riesengroßer Spaß. Es hat alles gestimmt. Eine extrem schöne Location, super Publikum, wirklich guter Sound und Flogging Molly in Bestform. Dave kam dann auch nicht umhin „The Rare Ould Times“ zu spielen, obwohl dieser Song eigentlich nicht auf der Setlist stand.
Dublin war für mich auf jeden Fall das beste Konzert der diesjährigen Herbst-Tour und eines der Highlights aller Flogging Molly Konzerte die ich bis jetzt gesehen habe.
Nach dem Konzert haben wir noch ein bisschen an der Bar rum gehangen, und mit Matt und Dennis gesprochen. Auf einmal stürmten Dave und Bridget an uns vorbei und sagen, wir sollen ihnen zum nächste gelegenen Pub folgen. Wir waren einigermaßen überrascht, haben aber natürlich getan, was uns gesagt wurde und landeten mitten im Treffen von Dave und Bridget mit ihren alten Freunden. Das war eine unheimlich nette Geste von Dave und Bridget und auch ihre Freunde waren sehr nett zu uns, trotzdem waren wir der Meinung bei dieser Wiedersehensfeier doch etwas fehl am Platz zu sein. Dort waren Leute, die sich 30 Jahre nicht gesehen hatten, die wollten doch alte Geschichten austauschen und sich nicht mit ein paar Fans unterhalten (jedenfalls wäre es mir so gegangen). Also sind wir auf ein Guinness geblieben und haben uns dann diskret zurückgezogen.
Auf dem Heimweg trafen wir auf George, der auf den Bandbus wartete. Er hat uns erzählt, dass Flogging Molly wahrscheinlich schon im März/April zurück nach Europa kommen.
Da wird es ja hoffentlich nicht all zu lange bis zum nächsten Konzertbericht dauern… 🙂

Flogging Molly Dublin 2004

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