2003

 

Wiesbaden 27.04.03 – Schlachthof
Das Konzert sollte eigentlich um 20 Uhr anfangen. Wir waren etwas spät dran und hatten schon Angst, dass wir die Vorgruppe verpassen würden, doch als wir kurz nach halb Acht am Schlachthof ankamen war weit und breit niemand zu sehen und wir standen vor verschlossener Tür. Mit einem etwas unguten Gefühl wanderten wir um die Halle und fanden am Hintereingang Gott sei Dank den Tourbus von Flogging Molly. Hätte der nicht da gestanden wären wir wahrscheinlich wieder nach Hause gegangen und hätten ein geniales Konzert verpasst …
Als gegen 20:30 endlich Einlass war, hatten sich immerhin um die 30 Leute eingefunden, wir kamen uns also schon mal nicht mehr so allein vor.
Der Schlachthof selbst hat auch gleich dazu beigetragen, dass wir uns wohler fühlten. So klein und schäbig er von aussen auch aussehen mag, innen ist es total cool. An der Decke sind noch die alten Rohrleitungen, ein paar Säulen stehen mitten im Raum, am Kopfende befindet sich die Bühne und an der rechten Wand eine Theke (es gab übrigens Becks Bier in Flaschen und noch dazu zu günstigen Preisen). Wie auch immer, das Ganze vermittelt jedenfalls gleich eine klasse Atmosphäre und während wir uns beim ersten Bier noch fasziniert umschauten füllte sich der Saal mit schätzungsweise 150 bis 200 Leuten.
Opener waren “Spanking The Monkey” aus Deutschland, die ihre Sache wirklich gut machten. Deren CD ist wirklich empfehlenswert. Nathen hat mir übrigens beim Konzert in London erzählt, dass er die CD von Spanking The Monkey geschenkt bekam und sie auch total klasse findet.
So, jetzt aber zum Höhepunkt des Abends: Gegen 22:00 Uhr war es endlich so weit und 7 Musiker drängten sich auf der doch eher für ein kleines Line-up ausgelegten Bühne. Nach einer kurzen Begrüssung von Dave ging es mit Drunken Lullabies gleich richtig zur Sache. Flogging Molly hatten bereits nach den ersten Tönen das Publikum auf ihrer Seite und nach etlichen Guinness (auf der Bühne) und einigen Becks (im Publikum) war fast alles am pogen und tanzen.
Leider kann ich mich nicht mehr genau an das Set-up erinnern. Neben Drunken Lullabies, If I ever leave this world alive, What’s left of the flag, The Kilburn High Road, Rebels of the sacred heart, Cruel Mistress und Death Valley Queen haben Flogging Molly auf jeden Fall noch Swagger und The worst day since yesterday gespielt. Den krönenden Abschluss bildete, wie immer, Delilah bei dem, auch wie immer, alles mitgröhlte.
Nach dem Konzert sass Nathen am Merchandising-Stand, wollte von jedem der vorbei kam wissen wie ihm das Konzert gefallen habe, verschenkte Sticker der Band und gab, auf Wunsch, Autogramme; wirklich ein netter Typ.
Irgendwann war es dann endgültig Zeit zu gehen und so haben wir uns gutgelaunt und Delilah summend auf den Weg nach Hause gemacht.

 

 

London 10.05.03 – The Mean Fiddler
(Danke Wolle, das wurde aber auch Zeit!)
Spät, aber immerhin noch vor dem Beginn unserer „Molly Tour“, der Konzertbericht vom Gig im Mean Fiddler in London am 10.05.2003.
Ich will mich kurz fassen (aus dem ganz einfachen Grund, dass das Konzert doch schon etwas her ist und sich mittlerweile einige Erinnerungslücken eingeschlichen haben, deren Ursachen mir noch nicht so ganz klar sind 😉 ).
An diesem Wochenende lag ein Verwandtschaftsbesuch in London an und, wie es ein glücklicher Zufall wollte, Flogging Molly hatten einen Gig im Club „Mean Fiddler“ im Londoner Zentrum.
Nach einer kurzen „Sightseeing Tour“ und ein paar Guinness machten wir uns mit der Londoner U-Bahn auf zum Mean Fiddler. An der richtigen Adresse angekommen, erwartete uns erst Mal eine lange Menschenschlange.Schon etwas erschrocken und mit der Befürchtung zu spät zu sein (wir hatten ja noch keine Tickets), stellte sich das Ganze als ein Irrtum heraus. Nebenan, im etwas bekannteren Club Astoria spielten die Brit-Popper von Blur und denen galt die Aufmerksamkeit. Vor dem doch eher unscheinbaren Mean Fiddler war wesentlich weniger los. Nur so langsam kam die Molly Fangemeinde dort an und irgendwann standen wir dann auch in der in England unvermeidlichen Schlange die leider in einer Seitengasse endete in der es doch stark nach gewissen Körperausscheidungen roch. Bevor wir rein durften wurde jeder in der Molly-Schlange gefragt ob er sich auch richtig angestellt habe. So ein Frechheit! Als wenn wir so aussehen würden als ob wir zum Blur Konzert gehen …
Nachdem wir dann endlich unsere Tickets gekauft hatten, „empfing“ uns der Club „Mean Fiddler“. Ein wenig heruntergekommen, aber doch mit einem gewissenCharme.
Nach ein paar Guinness aus der Dose an der Bar ging das Konzert endlich los. Im Vorprogramm zwei Bands , Fletcher und Neck, die schon ordentlich für Stimmung sorgten. Die Jungs (Bridget haben wir nicht gesehen) von Flogging Molly nutzten die Gelegenheit um sich eifrig unters Volk zu mischen und wir Gelegenheit hatten mit Nathen ein paar Worte an der Bar zu wechseln. Als Flogging Molly dann endlich auf die Bühne kamen, ging es richtig ab .
Riesenstimmung beim Publikum, daß sehr gemischt war, (vom „Normalo“ über Skins bis zu leicht übergewichtigen Londoner Alt-Punks (und mit „Alt“ meine ich wirklich alt!)) und auch bei der Band, was deutlich am reichlichen Konsum von Guinness aus der Dose zu erkennen war. Anscheinend war es für Dave auch ein ganz besonders Konzert weil er immer wieder Leute im Publikum persönlich begrüßte .Welche Songs sie spielten kann ich leider nicht mehr so ganz nachvollziehen, sie waren aber im wesentlichen identisch mit dem Konzert in Wiesbaden, wenn auch in einer anderen Reihenfolge.Langsam werden meine Erinnerungslücken größer! Deswegenschließe ich meine Bericht mit dem Fazit, dass es ein super Gig war und der „Mean Fiddler“ in London eine Reise Wert war und ist!

 


Heidelberg 03.06.03 – Karlstorbahnhof
Dass das Konzert überhaupt statt findet hatten wir nur zufällig erfahren. Weder auf der offiziellen Flogging Molly Seite, noch in der Tagespresse gab es einen Hinweis. Um so glücklicher waren wir, dass wir Flogging Molly ein drittes Mal sehen konnten, nachdem wir bereits wussten dass wir weder zu Rock im Park noch zu Rock am Ring konnten.
Der Karlstorbahnhof ist, wie der Name schon sagt, tatsächlich ein umgebauter, ehemaliger Regionalbahnhof und für Konzerte richtig klasse. An der Bar gibt’s Becks und Tuborg in Flaschen, also war schon mal für vernünftiges Bier gesorgt. In diesem Fall ein besonderes Glück, denn die Vorgruppe kam einfach nicht in die Gänge und wir mussten ewig warten bis es überhaupt los ging. Wie immer hatten sich Flogging Molly am Merchandising-Stand unters Volk gemischt und irgendwann hörte ich Nathen zu Matt sagen: “ Die sind immer noch nicht fertig”. Zu dem Zeitpunkt hat er’s wohl noch mit Humor genommen denn er hat dabei gelacht, aber es war mindestens 22:00 Uhr bis es endlich los ging. Wie die Vorband hiess kann ich nicht sagen, aber sie sind auch keiner Erwähnung wert; hab selten eine so schlechte Band gehört.
Als Flogging Molly dann endlich auf die Bühne kamen merkte man ihnen deutlich an, dass sie inzwischen doch echt genervt und wohl auch unter Zeitdruck standen. Viele Songs wurden verkürzt und gerade wenn man Molly vorher in London gesehen hatte, fiel einem auf, dass sie ihr Programm mehr oder weniger nur runter gespult haben.
Trotzdem: um die gewohnte gute Laune rüber zu bringen hat’s gereicht und die, die Flogging Molly vorher noch nie gesehen hatten waren recht begeistert. So haben sich Flogging Molly, obwohl sie ohne vorherige Pause schon “Delilah” gespielt hatten (eigentlich immer das definitiv letzte Lied), doch noch erweichen lassen eine Zugabe zu geben. Irgendwie ein versöhnlicher Abschluss. Und auch die Polizeikontrolle in die wir nach dem Konzert gerieten ging glimpflich aus …

Flogging Molly Heidelberg 2003

 

 


Winterthur 24.11.03- Gaswerk
Durch ein Versehen waren wir viel zu früh am Gaswerk. Der Tourbus von Flogging Molly stand zwar im Hof, aber sonst war weit und breit niemand zu sehen. Um draussen rum zu stehen war es zu kalt, was also tun? Erstmal nach der nächsten Kneipe Ausschau halten. Während wir also etwas planlos darum liefen kam uns ein Typ entgegen der mir irgendwie bekannt vor kam und der sich auch im Vorbeigehen kurz nach uns umdrehte. In dem Moment hab ich mir aber weiter keine Gedanken gemacht, erstens hatte ich Durst und zweitens ist man es gewöhnt, dass sich ab und zu die Leute nach einem umdrehen, wenn man blaue Haare hat. Witzig wurde es dann nur als uns auf dem Rückweg von der Kneipe zum Gaswerk der gleiche Typ wieder begegnete. Als er an uns vorbei war, fiel mir dann auch endlich ein, wer es war: Bob! Leider kam diese Erkenntnis etwas zu spät, sonst hätte ich ihn gerne angesprochen…

Als wir zum zweiten Mal am Gaswerk ankamen war es schon richtig voll. Insgesamt waren etwa 600 Leute da, die bisher grösste Menschenmenge, die ich bisher bei einem Flogging Molly Konzert erlebt habe.
Als erstes spielte eine österreichische Band namens 3-Feet-Smaller, die ihre Sache wirklich gut machte, es jedoch extrem schwer hatte, weil jeder nur Flogging Molly sehen wollte.
Die Umbaupause zwischen 3-Feet-Smaller und Throw Rag haben wir dann genutzt um uns ein wenig mit Nathen zu unterhalten. Was er uns verraten hat findet ihr in den News. Er ist jedenfalls ein echt netter Kerl. Nathen hat uns übrigens auch empfohlen, Throw Rag nicht zu verpassen. Ein wirklich guter Tip! Ich hab selten eine so abgefahrene Band gesehen. 6 total durchgeknallte Typen mit einer Show die ein bisschen an die Bloodhound Gang erinnert und musikalisch irgendwo zwischen den Sex Pistols und Living End anzusiedeln sind.
Jetzt aber zu Flogging Molly. Um 22 Uhr betraten sie endlich die Bühne (Dave zu unserer Überraschung mal wieder mit Vollbart) und legten mit “The Likes of you again” (glaub ich jedenfalls – ich wollte mir unbedingt alle Songs und auch einigermassen die Reihenfolge merken, aber vor lauter Begeisterung und etlichem Bier hat das leider nicht so ganz geklappt -also bitte nagelt mich nicht fest, wenn ich etwas durcheinander bringen sollte) gleich richtig los. Vom ersten Ton an hatten Flogging Molly das Publikum auf ihrer Seite und viele konnten auch schon die Texte mitsingen. Es folgten “Selfish Man”, “Death Valley Queen” und “Swagger”, ausserdem haben sie noch “Rebels of the sacred heart, The Kilburn High Road” und “If I ever leave the world alive” gespielt. Devils Dancefloor hat natürlich auch nicht gefehlt. Und ich bin mir jetzt schon ganz sicher, dass ich nie wieder versuchen werde bei diesem Song Fotos zu machen. Ist ja so schon nicht ganz einfach, aber wenn alles um einen rum am Tanzen ist und man selbst die Füsse auch nicht still halten kann, macht’s einfach keinen Sinn…
Die Stimmung war jedenfalls durchweg klasse und als nach einer Stunde der Hauptteil des Konzerts mit “Delilah” abgeschlossen wurde waren Band und Publikum triefend nass geschwitzt. Als Zugabe gab es “Another Bag of Bricks” und “Sentimental Johnny” bei dem Gary Schwindt, der Manager und Bruder von George Trompete spielte.
Nach dem Konzert kamen alle Bandmitglieder, bis auf Dave und Bridget, von der Bühne um sich noch ein wenig unters Volk zu mischen. Bob kam dabei direkt auf uns zu und sprach uns an, ob er uns nicht zuvor auf der Straße begegnet sei. Das fand ich total klasse von ihm, und wir haben uns dann auch noch eine ganze Weile nett unterhalten.
Am Merchandising Stand haben wir dann auch noch Gary (wie gesagt, Manager und Trompeter) getroffen und er hat uns ein paar “Geheimnisse” verraten. Was das war könnt ihr in den News lesen.
Was ich aber unbedingt noch erwähnen muss: Die Europa-Tourneen sind für Flogging Molly im Moment noch nicht unbedingt rentabel, weil nicht immer genügend Leute zu den Konzerten kommen. Gary sagte, so ab 600 bis 700 verkauften Tickets pro Konzert seien sie im grünen Bereich. Also Leute, überlegt nicht lange – AUF ZUM NÄCHSTEN KONZERT! Wir wollen doch alle, dass Flogging Molly noch oft zu uns kommen, oder???

FloggingMolly Winterthur 2003

 

 

Berlin 29.11.03 – Knaack
Seit Wochen hatte ich mich auf die Konzerte gefreut und nun dass. Mit Fieber sass ich im Hotel in Berlin und fühlte mich total elend . Einen kurzen Moment spielte ich sogar mit dem Gedanken nicht zum Konzert zu gehen … aber eine echten Molly Fan kann ein bisschen Fieber doch nicht erschüttern, also Augen zu, Ohren auf und durch!
Das Knaack ist eigentlich ein recht schöner Club, allerdings ist die Bühne unwahrscheinlich klein, für 7 Personen geradezu winzig, und die Raumaufteilung ist auch nicht optimal. Als erste Vorgruppe trat eine Band aus Nordrhein-Westfalen auf, die richtig klasse waren. Die Jungs haben eine gute Show abgeliefert und im brechend vollen Club gleich für gute Stimmung gesorgt. Danach kamen Throw Rag. Je öfter ich die höre, desto genialer finde ich die Jungs. Wer nicht die Chance hat zu einem Konzert zu gehen sollte wirklich zumindest mal in eine CD von denen rein hören.
Flogging Molly kamen diesmal so gegen 23:00 Uhr auf die Bühne und wenn ich schon beim Bericht aus Winterthur geschrieben habe, sie legten gleich richtig los, weis ich nicht wie ich das für Berlin in Worte fassen soll. Die Post ging sofort richtig ab. Das hat wahrscheinlich auch daran gelegen, dass alle schon leicht angetrunken waren. Dave war während des Konzerts ausgesprochen redselig und hat unter anderem erzählt, dass sie vor der Show beim Italiener Essen waren und der Rotwein ausgesprochen gut geschmeckt hat…. auf jeden Fall war das was da auf der Bühne abging Spielfreude pur. Selbst ich, die ich nur kurz vor der Bühne war um ein paar Fotos zu machen und sonst mit einem Wässerchen (ja, ich schäme mich, aber glaubt mir, es ging nix anderes rein!) brav hinten stand war hellauf begeistert und hab mich zu ein paar ganz kurzen Tanzeinlagen hinreissen lassen.
Die Songs waren die gleichen wie in Winterthur, und auch Daves Spruch mit der Fussball EM blieb gleich. Als er in der Schweiz sagte, die Schweizer würden den Deutschen bei der EM kräftig in den Hintern treten, dachte ich eigentlich, dass er in Deutschland genau das Gegenteil sagt. Aber nein, er war so ehrlich und mutig und blieb auch in Berlin (und Köln) bei seiner Meinung.
Nach den Konzert hab ich gesehen, dass ich so schnell wie möglich ins Hotel komme, schliesslich ging es ja am nächsten Tag weiter nach Köln und ich hab mich wirklich mies gefühlt, deshalb leider kein Plausch mit der Band und keine weiteren News.

Flogging Molly Berlin 2003

 

 

Köln 30.11.03 – Prime Club
Was für ein Glück, dass wir uns schon Tickets im Vorverkauf besorgt hatten. Ich konnte es nicht glauben, aber als wir am Prime Club ankamen hing in der Tür ein Schild “Sold out”. Sosehr mich das für Flogging Molly gefreut hat, so blöd war es für mich. Es war das allererste Konzert bei dem ich mich nicht wenigstens kurzfristig in die erste Reihe quetschen konnte um ein paar Fotos zu machen. Naja, der Platz links neben der Bühne war jetzt auch nicht sooo schlecht. Leider war es, einmal an diesem Platz angelangt, nicht mehr möglich zurück an die Bar zu kommen um für Getränke Nachschub zu sorgen. Es war so voll, dass echt kein Durchkommen mehr war.
Opener waren wie immer Throw Rag und inzwischen kann ich schon ein paar Songs mitsingen. Echt eine geile Band und vor allem ausgesprochen nett. Nach dem Konzert hab ich den Sänger an der Bar und den Gitarristen am Merchandising getroffen und beide waren wirklich sympathisch. Ihre Show kam auch wie immer gut an.
Da es in Köln nur Throw Rag als Vorgruppe gab fingen Flogging Molly deutlich früher an. das Set up war zu beginn das gleiche wie bei den bisherigen Shows wurde dann aber mit einigen Sondereinlagen verlängert. Unter anderem spielten sie einen Johnny Cash Song. Es gab auch eine Zugabe mehr. Dave erklärte dass damit, dass sie jetzt nach 7 Shows am Stück einen Tag frei hatten und deshalb nicht so pünktlich aufhören mussten. Das Publikum hat’s dankend hingenommen und auch Gary, der Manager war recht begeistert. Er hat mir gesagt, dass Köln die beste Show des 7er Blocks war. Ich hab’s ihm gerne geglaubt, obwohl Berlin war schon auch geil und erst Winterthur … Jetzt bin ich gespannt was die Band in Dublin zu bieten hat!

Flogging Molly K�ln 2003

 

 

Dublin – 13.12.03 Temple Bar Music Center
Wie so oft, waren wir viel zu früh an der Halle, da noch nicht allzuviel los war und ein eisiger Wind pfiff, sind wir noch mal schnell auf ein Guinness ins Fitzsimons und danach noch ein bisschen durch “Temple Bar” gezogen. Ratet mal wen wir zufällig beim Italiener entdeckt habe? Da sassen Flogging Molly samt Roadies friedlich beim Essen und Rotwein trinken. Stören wollten wir sie nicht, da wir auf der Gästeliste standen und deshalb sowieso noch die Gelegenheit für eine Unterhaltung haben würden, und auch sonst wären wir nicht rein gegangen. Ein bisschen Privatspäre sollte man seinen Lieblingsmusikern schon gönnen.
Um 19:30 Uhr Ortszeit, oder besser mit der üblichen Verspätung, gegen 19:45 Uhr war dann endlich Einlass und wir konnten raus aus der Kälte. Günstigerweise war gleich am Eingang die Bar und wir konnten uns mit einem weiteren Guinness wärmen (ich glaube an diesem Tag hab ich tatsächlich die magische 10 Guinness-Grenze geknackt, bin mir aber nicht ganz sicher, habe nach dem fünften aufgehört zu zählen). Der Saal war etwas merkwürdig. Im Prinzip eine schöne Halle mit Platz für ca 500 Leute, allerdings standen hinten Bierbänke und Tische mit Kerzen drauf und man kam sich deshalb ein bisschen wie auf einer schrägen Weihnachtsfeier vor.
Throw Rag waren, wie auf der gesamten Tour, im Vorprogramm und haben wieder innerhalb kürzester Zeit für Stimmung gesorgt. Nathen hat es so gut gefallen, dass er vor der Bühne getanzt hat und Bob hat bei einigen Songs von Throw Rag mit auf der Bühne gestanden und Gitarre gespielt. Für alle die auf keinem der Konzerte waren hier noch mal der Tip: kauft euch die neue Throw Rag CD “Desert Shores”, das lohnt sich wirklich!
Nach einer relativ kurzen Umbaupause, während der sich die Halle merklich gefüllt hatte, kamen Flogging Molly auf die Bühne. Das Set up unterschied sich teilweise von den anderen Shows in Europa. So spielten sie auch “The worst day since yesterday” liessen aber “Delilah” und “Sentimental Johnny” weg. Letzteres natürlich auch Not gedrungen. Gary, der Manager, der sonst bei diesen Songs Trompete spielt war schon wieder nach LA zurück gereist und ohne Trompete klappt das mit Delilah und Sentimental Johnny nun mal nicht. Schade, ich mag die Songs.
Die Stimmung war durchweg gut, obwohl ich den Eindruck hatte, das die Band nach 6 Wochen Tourstress doch etwas müde war. Dave King hat während der Show nur ein paar Worte an das Publikum seiner Heimatstadt gerichtet und. wie immer betont, dass sein früh verstorbener Vater die wichtigste Person in seinem Leben war. sonst war er lange nicht so redselig wie zum Beispiel in Berlin.
Das Publikum war richtig international. Wir haben vor dem Konzert 3 Schweizer getroffen, vor der Bühne hab ich mich kurz mit zwei schwedischen Mädels unterhalten (ein Foto von den beiden ist auch in der Foto-Gallerie), wir haben 2 Deutsche getroffen und einige Amis waren auch da.
An dieser Stelle viele Grüsse an Mats, Luc, Jerry, Raffael und Jeanette. Vielleicht treffen wir uns ja auf der Tour im nächsten Jahr wieder…
Nach der Show war wieder Zeit sich mit der Band zu unterhalten. Viel neues gibt es aber eigentlich nicht zu berichten. Das wichtigste: die neue CD wird spätestens im April raus kommen, im Mai sind Flogging Molly in den USA unterwegs und im Juni ist Europa wieder dran.
Ich freue mich jetzt schon darauf…

 

Flogging Molly Dublin 2003

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